Lärmschutz lässt auf sich warten

Wer in der Nähe der Bahnschienen wohnt und noch keine Lärmschutzwand in Sichtweite hat, muss sich noch gedulden: Wenn alles glatt läuft, kann erst im kommenden Jahr mit dem Baubeginn der bereits beschlossenen Lärmschutzwand in Geestemünde-Nord zwischen der Bleßmann und der Mozartstraße gerechnet werden.

Die ebenfalls aus kommunalen Mitteln geplante Lärmschutzwand in Wulsdorf an der Daimlerstraße kann sich sogar noch bis 2019 hinziehen, weil dafür anders als in Geestemünde bei der Bahn noch Sperrpausen für den Zugverkehr beantragt werden müssen. Und das kann nach Angaben der Stadtplaner drei Jahre dauern.

Der Sprecher der Lärmschutz-Initiative, Albert Marken, kann das nicht nachvollziehen:

„Die Gelder stehen seit Jahren zur Verfügung“, sagt Marken. „Die Wände hätten schon längst verbaut sein können, wenn die Verfahren nicht so lange dauern würden.“

Lärmschutz: „Genehmigung kann dauern“

Stefan Rößler vom Stadtplanungsamt betont hingegen, dass die Planung und Genehmigung von Lärmschutzwänden nunmal so lange dauere. In den vergangenen Monaten habe unter anderem eine Ablöseregelung mit der Bahn getroffen werden müssen. Die Stadt zahlt Geld für die spätere Unterhaltung der Wände an die Bahn.

Denise von der Ahé

Denise von der Ahé

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Redakteurin/Korrespondentin im Bremer Büro der NORDSEE-ZEITUNG. Kam nach Stationen bei der Saarbrücker Zeitung und der Braunschweiger Zeitung immer weiter Richtung Norden. Sie berichtet aus Bremen über alles, was dort entschieden wird und für Bremerhaven spannend und wichtig ist.