Landgericht Bremen berät über Herausgabe der „Gorch Fock“

Das Landgericht Bremen berät am Dienstag über einen Eilantrag des Bundes gegen die Bredo-Werft auf Herausgabe des Marineschulschiffs „Gorch Fock“.

Werft will Schiff als Pfand behalten

Der Traditionssegler liegt bei der Werft in Bremerhaven im Dock. Eigentlich soll Bredo den Rumpf am Freitag wieder ins Wasser lassen. Die Werft will das Schiff aber als Pfand behalten, wenn der Bund nicht offene Rechnungen von 5,1 Millionen Euro bezahlt.

Einnahmen von der Marine zum Teil verschwunden

Die Marine besteht darauf, dass sie wieder die Verfügung über die „Gorch Fock“ bekommt. Sie argumentiert, dass die Dockunterbringung bereits beim Generalunternehmer, der Elsflether Werft, bezahlt worden sei. Die ist allerdings insolvent. Die Einnahmen von der Marine sind zum Teil verschwunden.

Belastung für Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen

Bei der Sanierung des Schiffs sind die Kosten davongelaufen. Statt 10 Millionen Euro wurden für die „Gorch Fock“ bereits mehr als 70 Millionen Euro ausgegeben. Als Endsumme werden 135 Millionen Euro erwartet. Das Debakel beschäftigt mittlerweile die Staatswaltschaft sowie mehrere Gerichte und ist politisch eine Belastung für Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU). (dpa)