Lehe: Die giftige Brache in der Poststraße wird bis 2018 gereinigt

Die Brache zwischen Poststraße und Krumme Straße in Lehe wird seit 2007 gereinigt. Die Stadt wollte eigentlich die Sanierung dieses Jahr beenden. Doch nun wird zwei weitere Jahre lang gespült und gefiltert.

500 Millionen Liter Wasser in der Poststraße gereinigt

500.000 Kubikmeter Grundwasser hat das Umweltamt binnen neun Jahren in der Poststraße gereinigt. 500 Millionen Liter Wasser. Seit 2007 sind dabei rund 2200 Kilogramm des Lösungsmittels Tetrachlorethen entfernt worden. Und das soll bis 2018 so weitergehen. Denn, erklärt Martin Albers von der Altlastenbehörde am Umweltamt, „das Land Bremen hat jetzt den Zuweisungsbescheid bis 2018 beschlossen.“

220.000 Euro stellt das Land zur Verfügung

Das heißt, dank eines Sonderbudgets des Landes für besondere Altlasten-Sanierungen in beiden Städten stehen für die Poststraße noch einmal 220.000 Euro zur Verfügung. „Es ist in Bremerhaven das einzige belastete Areal“, so Albers, „dessen Aufbereitung vom Land unterstützt wird. Wir wollen ein Ergebnis erreichen, das es erlaubt, auf dem Grundstück Poststraße 18 neu zu bauen.“

6000 Quadratmeter Boden liegen brach

Seit 2007 liegen dort – nahe der Alten Kirche – rund 6000 Quadratmeter Boden brach, auf denen einst eine große chemische Reinigung stand. Auch die hatte bereits den Boden zum Teil entgiftet. Durch neue Umweltschutzgesetze musste die Stadt – die die Fläche 2007 gekauft hatte – der „Schadstoff-Fahne“ des Lösungsmittels über rund 300 Meter Länge und auf etwa 50 Metern Breite Einhalt gebieten.