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Lehe-Reportage im ZDF: Stadt Bremerhaven kritisiert falsche Arbeitslosenzahlen

Die Lehe-Reportage des öffentlich-rechtlichen Senders ZDF schlägt hohe Wellen. In einer Mitteilung des Magistrats Bremerhaven kritisiert Stadt-Pressesprecher Volker Heigenmooser, dass falsche Arbeitslosenzahlen in der 37°-Reportage genutzt wurden.

Arbeitslosenquote von 38 Prozent?

Die Reportage „Wo Armut Alltag“ zeigte am 12. Juni einen Einblick in das Leben von Bewohnern Lehes in der Armutsfalle. Dabei wurde in der 37°-Reportage von einer Arbeitslosenquote von 38 Prozent in Bremerhaven-Lehe gesprochen. In einer Mitteilung des Magistrats Bremerhaven kritisiert Pressesprecher Volker Heigenmooser diese Zahlen als falsch.

Telefonat mit Pressesprecher

Nach Angaben des Pressesprechers habe es am 12. Juni noch einen Anruf der verantwortlichen Redakteurin Martina Nothhorn gegeben. In diesem habe es sich um die Frage, ob es denn Zahlen zur Arbeitslosigkeit in Bremerhaven-Lehe gebe, gedreht. Sie habe die Zahl von 38 Prozent. Heigenmooser habe daraufhin erläutert, dass im Dezember 2016 die Arbeitslosenquoten in Bremerhaven 13,03 Prozent betrug. Im Stadtteil Lehe 16,05 Prozent.

29,55 Prozent im Goethequartier

Weiter habe Heigenmooser erläutert, dass der Stadtteil Lehe aus verschiedenen Ortsteilen besteht, die unterschiedliche Arbeitslosenquoten aufweisen, die von 2,63 Prozent im Ortsteil Speckenbüttel bis zu 29,55 Prozent im Ortsteil Goethequartier reichen. Diese Zahlen sollen auf Daten der Bundesagentur für Arbeit beruhen.

Im Internet nicht mehr verfügbar

Am Mittwoch war die 37°-Reportage noch in der Mediathek zu finden. Schaut man jedoch am Donnerstag auf die Internetseite ist die Reportage verschwunden.

Philipp Overschmidt

Philipp Overschmidt

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Philipp Overschmidt, Jahrgang 1988, ist in Georgsmarienhütte (Landkreis Osnabrück) geboren und aufgewachsen. Er studierte Politikwissenschaften und Soziologie in Osnabrück. Nach seinem Volontariat bei der NORDSEE-ZEITUNG ist er seit 2017 Online-Redakteur für nord24.