Leiden der Prostituierten rührt sogar Bordellbesitzer

Ein weiterer Zeuge belastet im Prozess am Landgericht die beiden Angeklagten, denen die Staatsanwaltschaft Zwangsprostitution und Ausbeutung vorwirft. Dem 52-jährigen Bordellbesitzer gehört das Haus in der Lessingstraße, in dem die Angeklagten ihre Frauen peinigten.

Angeklagt sind eine 39 Jahre alte Ungarin und ihr 23 Jahre alter Sohn. Sie sollen die Frauen mit einer Pistole bedroht, geschlagen, vergewaltigt und zu ungeschütztem Sex gezwungen haben. Das Geld der Freier sollen sie von den Frauen gänzlich einkassiert haben. Das Geld, so der Vorwurf, brauchte der Sohn für Drogen.

Bordellbesitzer kündigt wegen Mietrückständen

Die Angeklagte hatte eine Wohnung mit drei Koberfenstern in der Lessingstraße gemietet. Hier flog sie nach wenigen Wochen wieder heraus, weil sie die Miete nicht bezahlt hatte, berichtet der Zeuge.

Opfer zitterte und weinte

Als den Frauen die Flucht gelungen war, nahm der Mann eine der Prostituierten bei sich für einige Tage in einer Ferienwohnung auf. Hier habe sie ihm von ihrem Leid berichtet. Sie habe dabei geweint und gezittert.