Lloyd Werft ist jetzt asiatisch

Die  Lloyd Werft ist jetzt zu 100 Prozent asiatisch. Zum Jahreswechsel hat der Genting-Konzern aus Hong Kong, der im November bei der Werft eingestiegen ist, auch die restlichen Unternehmensanteile übernommen. Unterdessen ist auch das Auftragsvolumen gewachsen: Inzwischen soll die Werft sogar vier große Kreuzfahrtschiffe bauen.

Übernahme der Lloyd Werft in Hong Kong angezeigt

Seit vor einigen Wochen die Kaufoption für die Komplett-Übernahme durchgesickert ist, wurde hinter den Kulissen weiter kräftig an diesem Projekt gearbeitet. Die Möglichkeit, auch die verbliebenen Anteile von Schiffbauunternehmer Dieter Petram zu übernehmen, war bereits im Kaufvertrag zum teilweisen Einstieg verankert worden. Zum Jahreswechsel wurde er nun vollzogen und am Montag an der Börse Hong Kong, wo die Genting Group notiert ist, veröffentlicht.
Die Übernahme für die Asiaten vollzieht die „Star Cruises Singapore Investment Holding“, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der chinesisch-malaysischen Genting Group. Die verfolgt große Pläne mit der Lloyd Werft. Die soll für die Kreuzfahrtreedereien des Genting-Konzerns etliche Schiffe bauen. Und zwar mehr, als bislang bekannt.

Lloyd Werft baut zwei Schiff für Star Cruises

Bislang war von drei Kreuzfahrtschiffe der Luxusklasse die Rede, die für Gentings US-Reederei Crystal Cruises gebaut werden sollen. Laut Werft-Vorstand Rüdiger Pallentin hat sich das nun geändert: „Wir bauen jetzt zwei Schiffe für Crystal Cruises und zwei für eine andere Reederei der Genting-Group“. Den Namen nannte er nicht. Aber offensichtlich sind die Neubauten für die Reederei Star Cruises, die den asiatischen Markt bedient und ebenfalls zum Genting-Konzern gehört. Für Crystal Cruises soll die Werft zudem vier Flusskreuzfahrtschiffe bauen. Verträge liegen bislang nicht vor. „Aber wir arbeiten seit Monaten an diesen Aufträgen, als gäbe es diese Verträge“, sagt Pallentin. Durch die Erweiterung dürfte sich das milliardenschwere Auftragsvolumen nochmals vergrößert haben.