Masterplan für Weddewarden

Wie kann das Dorf im Schatten des Containerterminals schöner werden? Die Bürgergemeinschaft Weddewarden hat dafür viele Ideen. Aufgelistet worden sind sie schon 2007. Die Stadt Bremerhaven hat den Dorfentwicklungsplan mitgestaltet. Er zeigt auf, wie die Lebensqualität im nördlichsten Stadtteil Bremerhavens verbessert werden kann. Der Plan lag Jahre lang auf Eis. Nun wird er „aufgetaut“.

Ein Haus als Bürgertreff fehlt

Etliche Punkte des Entwicklungsplans haben Stadt und Hafengesellschaft nach und nach realisiert. Doch das Wichtigste fehlt noch immer: Ein Weddewarder Bürgerhaus. Ein Treffpunkt für die gut 500 Einwohner – und auch die Nachbarn aus dem angrenzenden Imsum. Doch ein neues Haus zu bauen, lehnt die Stadt ab – Grund: nicht finanzierbar. Einige alte Gebäude im Ort  hatte die Bürgergemeinschaft schon im Auge – doch auch die Sanierung ist nicht finanzierbar. „Wir brauchen einen Investor“, sagt Heiko Eggers vom neu gegründeten Bürgerverein.

Dorf ohne Gaststätte

Auch die jahrelang leerstehende Gaststätte „Wurster Eck“ wäre, so Eggers, ein idealer Standort. „Denn hier fehlt auch schon lange eine Gastronomie.“  Die Ansässigen setzen auf Weddewardens Anziehungspunkte: Der endlose Deich, der Hafenbetrieb direkt vor der Nase, das Weltnaturerbe Wattenmeer zu Füßen. Und eine spannende Historie des 925 Jahre alten Kirchspiels.

Alle hoffen auf einen Investor

Immer mehr Besucher zeiht es zu diesem idyllischen Ausflugsziel. Zwei Wander- und Radrundwege laden zum Kennenlernen ein. Die Weddewarder setzen auch auf das Wachstum des Hafen- und des Werftenbetriebs vor der Haustür. Darum will der Bürgerverein noch manches aus dem Masterplan verwirklichen. Zum Beispiel einen Aussichtsturm an der Spitze des Containerterminals. Neue Treppen zum Deich. Und vor allem eine Einkehrmöglichkeit. „Unsere Stärken müssten Investoren doch überzeugen“, hofft Eggers.