Mehr Panade, weniger Fisch: Streit um Fischstäbchen aus Bremerhaven

Die Fischstäbchen aus Bremerhaven liegen dem slowakischen Regierungschef Robert Fico schwer im Magen. Er beklagt sich, dass in Osteuropa der Fischanteil im Panadehappen viel geringer ist als in Deutschland. Es bahnt sich ein neuer Ost-West-Konflikt an.

Die Verbraucher in Polen, Ungarn, in der Slowakei und in Tschechien fühlen sich als Bürger zweiter Klasse. Lebensmittelkonzerne würden hier äußerlich gleich aufgemachte Produkte mit qualitativ schlechterer Rezeptur anbieten. Auch das Fischstäbchen geriet in die Kritik: In Osteuropa würden die panierten Happen mit weniger Fisch angeboten.

Mehr Fisch im deutschen Iglo-Päckchen

Auf der Liste der gescholtenen Konzerne steht auch Iglo. Das Unternehmen produziert die Fischstäbchen in Bremerhaven. In der Tat enthalten die Produkte für den deutschen und österreichischen Markt mehr Fisch als die, die in er Slowakei angeboten werden. Der Grund: In diesen Ländern gibt es entsprechende Vorschriften.

Kein Ost-West-Konflikt

Die gebe es in anderen Länder nicht, sagt Iglo-Sprecher Alfred Jansen. Für diese Märkte würde der Fischanteil etwas geringer ausfallen. Das gelte aber nicht ausschließlich für die osteuropäischen Länder, sondern für alle von Portugal bis Polen. Er verteidigt regionale Unterschiede bei den Produkten. Fischsorten und Gewürzmischungen würden ebenfalls je nach Land verändert.

Frosta: Überall das gleiche Fischstäbchen

Fischstäbchen von Frosta stehen nicht auf der Liste. Egal, wo sie gekauft werden – das Markenprodukt sei überall gleich, heißt es dort.