Melf Grantz will sachliche Auseinandersetzung um Edeka in Langen

Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) hat sich am Donnerstag in der Stadtverordnetenversammlung zum Streit mit Geestland wegen der geplanten Erweiterung des Edekamarktes an der Langener Landstraße geäußert. Die Pläne würden dem Geschäftszentrum am Debstedter Weg „erheblichen Schaden“ zufügen. 

„Oberzentrum darf nicht geschwächt werden“

Einzelhandelsstandorte in den Stadtrandgemeinden dürften Bremerhaven als Oberzentrum der Region nicht schaden, das sei in der niedersächsischen Raumordnung  – einem Staatsvertrag zwischen Niedersachsen und Bremen – so festgeschriebem erklärte Grantz.  „Geestland kann nicht einfach vollendete Tatsachen schaffen“, so Grantz.

Gutachten wird unterschiedlich beurteilt

Der Geestländer Bürgermeister Thorsten Krüger beruft sich auf ein Gutachten, dass besagt, dass die Edeka-Erweiterung dem Geschäftszentrum am Debstedter Weg keinen Schaden zufügen wird. Grantz sieht das anders, er erwartet einen „erheblichen Schaden“ für das Geschäftszentrum am Debstedter Weg und erklärte am Donnerstag, dass ihm eben dieses Gutachten von der Gemeinde erst zugänglich gemacht wurde, nachdem die öffentliche Auseinandersetzung schon begonnen hatte.

Gemeinsames Gespräch der Bürgermeister im Mai

Am 3. Mai will er sich mit Thorsten Krüger und entsprechenden Fachleuten zusammensetzen. „Ich bin an einer sachlichen Auseinandersetzung interessiert“, betonte Grantz. Dass er Geestland in einer ersten Reaktion mit einer Klage gedroht hatte, bezeichnete der Oberbürgermeister rückblickend als unglücklich. „Das hätte ich nicht sagen sollen“, so Grantz gegenüber den Stadtverordneten.

Laura Bohlmann-Drammeh

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Nach dem Studium der Journalistik und der "Modern Indian Studies" in Bremen, Göttingen und Indien, hat Laura Bohlmann-Drammeh in Bremen volontiert. Jetzt unterstützt sie die Nordsee-Zeitung in der Stadtredaktion und freut sich, wieder in der alten Heimat zu sein. Aufgewachsen ist sie nämlich in Cuxhaven.