Mitarbeiter der Lloyd Werft müssen um Jobs fürchten

Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe: Die Lloyd Werft will einen erheblichen Teil Mitarbeiter entlassen und sich künftig auf den Neu- und Umbau von Yachten sowie den Umbau von Kreuzlinern konzentrieren. 

Lloyd-Werker von Entscheidung überrascht

Ohne ins Detail zu gehen, verkündeten Werft-Vorstand Rüdiger Pallentin und Lloyd-Chef Carsten Haake bei einer Betriebsversammlung bereits am Freitag – Medienvertreter waren ausgeschlossen -, dass es eine tiefgreifende Strukturänderung geben werde. Der Reparaturbetrieb soll komplett eingestellt werden. Künftig solle der Schwerpunkt ausschließlich auf dem Neu- und Umbau von Yachten und Prototyp-Schiffen sowie dem Umbau von Kreuzlinern liegen. Damit verbunden sei erheblicher Personalabbau, hieß es weiter. Damit werde Arbeit für die Region geschaffen.

Sozialplan wird erarbeitet

„Wir bekommen jetzt alle Unterlagen und werden sie sichten“, so der Betriebsratsvorsitzende Daniel Müller gegenüber der NORDSEE-ZEITUNG. „Anfang Januar geht es dann in die Verhandlungen über einen Sozialplan. Im Moment arbeiten beim Lloyd laut Müller 448 Mitarbeiter. Seit 4. Oktober gebe es Kurzarbeit.

Luxusyacht für Abramotwitsch

Die Lloyd-Werft soll nach unbestätigten Berichten 2017 eine Luxusyacht für den russischen Milliardär Abramowitsch bauen. Das Unternehmen gehört zur malaysischen Genting-Gruppe, die ihre Kreuzfahrtschiffe mit Milliarden-Auftragsvolumen auf eigenen Werften in Mecklenburg-Vorpommern bauen lassen will.