NABU: Zäune und Herdenschutzhunde sollen Wölfe fernhalten

Die Diskussionen um den Wolf kochen gerade bei Tierhaltern immer wieder hoch. Der Naturschutzbund (NABU) Niedersachsen möchte mit seinem Projekt „Herdenschutz“ zwischen beiden „Parteien“ vermitteln und gemeinsam nach Lösungen suchen.

Mobile und feste Zäune

Die Möglichkeiten stellte der NABU mit Projektpartnern in Bockhorst bei Elsdorf vor. Dort wurden mobile, aber auch feste Zäune präsentiert, die mittels Stromschlag das Raubtier von der Herde fernhalten sollen.

Herdenschutzhunde bewachen Schafe

Holger Benning von der Schäferei Wümmeniederung und zugleich Vorsitzender des Vereins für arbeitende Herdenschutzhunde in Deutschland schützt seine Schafe zusätzlich mit Herdenschutzhunden. Schon mit zehn bis zwölf Wochen werden die Hunde (Rasse Kangal) an ihre Aufgabe herangeführt. „Der Kangal ist ein Rangler und kein Beißer. Wenn ein Wolf in die Nähe der Herde kommt, macht er auf sich durch ein aggressives Verhalten aufmerksam.“

Akzeptanz des Wolfes soll erhöht werden

Nicht nur Tierrisse sollen durch diese Maßnahmen verhindert werden, es soll gleichzeitig auch die Akzeptanz des Wolfes bei den Weidetierhaltern erhöhen. „Bei einem Erstbesuch besprechen wir die erforderlichen Maßnahmen. Die Ehrenamtlichen helfen dann beispielsweise dabei, die Zäune aufzubauen. So können Kosten für den Tierhalter minimiert werden“, sagt Projektleiter Peter Schütte vom NABU Niedersachsen.

Sophie Stange

Sophie Stange

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Sophie Stange kommt gebürtig aus Lutherstadt Wittenberg. Von September 2016 bis Ende Mai 2019 arbeitete sie als Redakteurin bei der Zevener Zeitung. Zuvor hat sie das Bachelorstudium "Angewandte Medienwissenschaft" an der TU Ilmenau absolviert. Ein zweijähriges Volontariat bei der Schweriner Volkszeitung folgte kurz darauf. Zudem hat sie den Masterstudiengang "Journalismus und Medienwirtschaft" an der Fachhochschule Kiel erfolgreich abgeschlossen.