Neue Aue: Der Protest gegen eine geplante Bebauung wächst

Etliche Bürger in Lehe sind auf dem Baum: Sie wollen die Neue Aue schützen und wehren sich mit Macht gegen einen angedachten Bebauungsplan. Bei der Sitzung des Bauausschusses kam es zu einer „Mini-Demo“ von Gegnern einer Aueland-Bebauung. Ganz vorne mit dabei bei den Protestlern: die Mitglieder der Initiative „Meergestrüpp“.

Mit Mistforken in den Ausschuss

Das Thema Neue Aue elektrisiert vor allem junge Menschen, die sich nicht nur für den Naturschutz, sondern auch dafür starkmachen, dass Bürgerbeteiligung von der Politik ernster genommen wird. Zwei von ihnen hatten zur Ausschusssitzung sogar Mistforken mitgebracht. Nicht, um damit zu drohen, sondern um deutlich zu machen, dass die Natur und die Bewirtschaftung von Gärten und Grabeland auch für Städter immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Auch eine Mistforke wird mitgebracht.

Kritiker lehnen eine Bebauung der Neuen Aue auch in Teilbereichen ab

Eine Bebauung der Grünflächen an der Neuen Aue lehnen die Kritiker auch in Teilbereichen ab. Sie hinterfragen, ob der Bedarf an Neubaugebieten angesichts zahlreicher anderer Initiativen zur Baulandgewinnung nicht auch ohne den „Leher Dschungel“ ausreichend gedeckt werde, ob eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt und Alternativen zu einer Bebauung in Betracht gezogen wurden.

"Finger weg!" - Protest im Bauausschuss. Foto: Scheschonka
Oberbürgermeister Melf Grantz wird im Bauausschuss von den engagierten Bürgern umzingelt. Foto: Scheschonka
Namik Topcu mit der Mistforke. Foto: Scheschonka