Ob Brasse oder Barsch – Angler haben an der Küste viel Beute am Haken

Ob im Morgengrauen, tagsüber oder in den Abendstunden – Angeln bedeutet besonders eines: der schonende Umgang mit der Natur und den Tieren. „Und Angeln ist vor allem kein Hobby“, betont Joachim Malicki, Vorsitzender des Angelsportvereins Unterweser (ASV). „Angeln ist eine Leidenschaft.“

Angeln baut Stress ab

Seit bereits 65 Jahren fühlt sich Malicki dem Angeln verbunden. „Das fing mit sechs Jahren durch meinen Vater an“, erzählt der heute 71-Jährige. „Am Angeln mag ich besonders die Natur und die Abgeschiedenheit, in der man sich sammeln und Energie auftanken kann – als ich noch im Berufsleben war, hat mir das Angeln immer sehr geholfen, Stress abzubauen.“

Wie eine Therapie

Das kann Frank Döbber, Jugendwart des ASV, nur bestätigen: „Wenn ich früh morgens zum Angeln gehe und die Landschaft noch leicht in Nebel gehüllt ist, dann ist das wie eine Therapie“, schwärmt der 43-jährige Familienvater, der mit sieben Jahren durch seinen Großvater zum Angeln gekommen ist. „Im Grunde ist es mir egal, wann ich Angeln gehe, je nachdem, wie ich Zeit finde.“ Aber am schönsten sei es morgens, weil da einfach nur die Ruhe sei und sich die schönsten Naturbilder böten.

Früher gab es mehr Fische

Geangelt werden darf in den vom Verein gepachteten Gewässern wie an der Geeste. Nach Malickis Erfahrungen und den jährlichen Dokumentationen der Bestände seien die Arten in den Gewässern gleich geblieben, darunter Barsch, Brasse, Forelle, Hecht, Karpfen, Rotauge und Zander. „Aber viele Gewässer waren früher natürlicher, sodass da mehr Fische drin waren“, erzählt er.

Angler schließen sich zusammen

Um seine Interessen stärker vertreten zu können, schließen sich derzeit der ASV Unterweser mit rund 500 Mitgliedern und der ASV Bremerhaven Wesermünde mit 750 Mitgliedern zusammen. Joachim Malicki meint: „Je stärker man ist, desto stärker ist das Gewicht gegenüber den Verbänden und Behörden.“ (bhi)