Video zeigt: Polizistin soll bei Einsatz in Lehe mit Pfefferspray gesprüht haben

CDU und Bürger in Wut fordern nach der Auseinandersetzung in Lehe Konsequenzen. Die Bürger in Wut wollen den Fall im Ausschuss für öffentliche Sicherheit aufarbeiten, die CDU fordert den Einsatz von Tasern und Bodycams in Bremerhaven. nord24.de hat unterdessen Videos gesehen, die zeigen, dass beide Seiten aggressiv waren. 

Diskussion nimmt Fahrt auf

Aus dem Umfeld der Tatverdächtigen wurde am Mittwoch behauptet, die Haftbefehle seien aufgrund voran gegangener Vorfälle erlassen worden, nicht wegen der Auseinandersetzung am Montag. Außerdem hat die Diskussion, von wem die Auseinandersetzung ausging, neue Fahrt aufgenommen.

Beide Seiten waren aggressiv

In Videos, die nord24 gezeigt wurden, ist zu sehen, dass sowohl Polizei als auch Beschuldigte sich aggressiv verhalten haben. In der Meldung von Montag schrieben die Beamten: „Auf die Schläge und Tritte der Angreifer gegen die Polizisten folgten weitere Angriffe mit zerschlagenen Flaschen und Pfefferspray.“

Pfefferspray wird wohl von Polizistin gesprüht

Das stellt sich in den Videos anders dar. Denn Pfefferspray wird wohl von einer jungen Polizistin gesprüht, ein Beamter schlägt einen jungen Mann, der sitzt mit nacktem Oberkörper auf einer Treppenstufe. Die Staatsanwaltschaft konnte sich dazu bis Redaktionsschluss am Mittwoch nicht äußern.

Taser werden bald testweise eingesetzt

Oberbürgermeister  Melf Grantz (SPD) verkündete, dass der Einsatz von Tasern, also Elektroschockern, in den nächsten Wochen bei der Bremerhavener Polizei getestet wird. Am Mittwoch habe es bereits eine Vorführung gegeben, jetzt müssten die Polizisten noch geschult werden. Ihm sei sehr an der Sicherheit in der Stadt gelegen.

Grantz fordert mehr Personal für Bodycam-Einsatz

Bodycams würden derzeit von der Bremer Polizei getestet, liegen Erkenntnisse aus der Landeshauptstadt vor, kann sich Grantz auch einen Einsatz in der Seestadt vorstellen. Allerdings brauche es dafür auch ausreichend Personal.

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Laura Bohlmann-Drammeh

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Nach dem Studium der Journalistik und der "Modern Indian Studies" in Bremen, Göttingen und Indien, hat Laura Bohlmann-Drammeh in Bremen volontiert. Jetzt unterstützt sie die Nordsee-Zeitung in der Stadtredaktion und freut sich, wieder in der alten Heimat zu sein. Aufgewachsen ist sie nämlich in Cuxhaven.