Schrottimmobilie wird zur Gefahr: Haus in der Schillerstraße abgesperrt

Die Gefahr lauert an der Fassade: In der Schillerstraße in Geestemünde ist ein leerstehendes Haus abgesperrt. Dicke Brocken haben sich dort bereits gelöst.

Absperrung und Parkverbot

Das Haus in der Schillerstraße 84 an der Ecke zur Klopstockstraße ist seit Wochen von einer Baustellenabsperrung umsäumt, zusätzlich schlängelt sich ein Polizei-Absperrband um die Schrottimmobilie in Geestemünde. In der Parkbucht vor dem leerstehenden Gebäude herrscht absolutes Parkverbot. Durch die Absperrung wird es ganz schön eng auf dem Geh- und Fahrradweg vor dem Haus.

Gefahr durch bröckelnden Putz

Auf Nachfrage bei der Polizei heißt es, dass sich eine Passantin gemeldet hatte. Sie habe bemerkt, dass Putz von dem leerstehenden Gebäude bröckele. Da dies nicht ungefährlich für die Fußgänger sei, stehe dort nun die Absperrung. Ein Blick über den rot-weißen Zaun beweist, stimmt: An einer Stelle liegt bereits ein größerer Steinbrocken, der von der Fassade fiel – aus gut drei Metern Höhe.

Auch dieser Brocken ist vom Haus in der Schillerstraße 84 bereits abgebrochen.
Auch dieser Brocken ist vom Haus in der Schillerstraße 84 bereits abgebrochen. Foto: Overschmidt

Eine von vielen Schrottimmobilien

Jetzt kümmere sich das Bauordnungsamt um den Fall, so die Polizei. Das leerstehende Gebäude ist eine von vielen Schrottimmobilien in ganz Bremerhaven. Im Januar hatte der Bauausschuss der Seestadt einstimmig ein neues Ortsgesetz bewilligt, womit sich die Stadt das Vorkaufsrecht für 16 verwahrloste Immobilien sichert – darunter auch die Schillerstraße 84.

Auch von der Rückseite ist die Schillerstraße 84 nicht ansehnlich.
Auch von der Rückseite ist die Schillerstraße 84 nicht ansehnlich. Foto: Overschmidt
Philipp Overschmidt

Philipp Overschmidt

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Philipp Overschmidt, Jahrgang 1988, ist in Georgsmarienhütte (Landkreis Osnabrück) geboren und aufgewachsen. Er studierte Politikwissenschaften und Soziologie in Osnabrück. Nach seinem Volontariat bei der NORDSEE-ZEITUNG ist er seit 2017 Online-Redakteur für nord24.