„Seute Deern“: Die Masten müssen vom Schiff

Um die untergegangene „Seute Deern“ überhaupt bergen zu können, muss die ganze Takelage der Bark abgebaut werden. Dazu sollen an Land und auf Pontons im Hafen Kräne aufgebaut werden. Seine Ideen, das Schiff zu heben, präsentiert der Bremerhavener Gutachter Hans-Joachim Möller zurzeit in Bremen. 

Tagung in Bremen

Der „Lenkungsausschuss“ wollte eigentlich über die Sanierung des letzten hölzernen Frachtseglers Europas sprechen. Jetzt geht es aber nur noch darum, ob und wie das Schiff überhaupt noch zu retten ist. Im Ausschuss sitzen Vertreter der Landesregierung, des Magistrats und vom Museum.

Tauchroboter kommt zum Einsatz

Ein Tauchroboter der Hochschule Bremerhaven soll die im Schlick liegende „Seute Deern“ filmen. Denn für die Bergung ist es wichtig zu wissen, wie tief das Schiff im Morast steckt. „Wir wissen nicht, ob sie sich festgesaugt hat“, sagt Möller. Für die Bergung sollen Kissen unter den Rumpf gelegt werden. Sie werden mit Luft gefüllt, gleichzeitig das Wasser abgepumpt.

Schiff könnte noch auseinanderbrechen

Die benötigten Gerätschaften werden bereits zusammengetragen. In der kommenden Woche sollen die Arbeiten beginnen. Gerettet ist die „Seute Deern“ damit aber noch nicht. Es kann sein, dass sie beim Heben auseinanderbricht. „Wir gehen aber davon aus, dass es klappt“, sagt Möller.

Ein Vorher-Nachher-Vergleich: Anhand der weißen Linie lässt sich gut erkennen, wie tief die „Seute Deern“ abgesunken ist. Fotos: Hartmann

Thorsten Brockmann

Thorsten Brockmann

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Thorsten Brockmann ist in Bremerhaven seit seiner Geburt zuhause. In der Bremerhaven-Redaktion der NORDSEE-ZEITUNG arbeitet er seit 1989, zu seinen Themenschwerpunkten gehören die Kreuzfahrtbranche, Wirtschaftsthemen und die Polizeiberichterstattung.