Termin für die „Gorch Fock“ wird „zunehmend kritisch“

Der Arbeitsfortschritt an Bord der „Gorch Fock“ sei „sehr gering und liegt deutlich hinter den Erwartungen zum Zeitpunkt der Unterzeichnung der Verpflichtungserklärung zurück“, berichtete die „Welt am Sonntag“.

„Terminplan knapp“

Die Information komme aus einem internen Schreiben der von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) eingesetzten „Task Force Instandsetzungsvorhaben“ an Rüstungsstaatssekretär Benedikt Zimmer. Die Zeitung berichtete weiter, der geplante Termin für die Schwimmfähigkeit des Schiffes am 21. Juni müsse „zunehmend als kritisch bewertet werden“. Der Aufsichtsratschef der Werft, Pieter Wasmuth, sagte der Zeitung: „Der Terminplan ist knapp, aber wir sind im Zeitplan.“

„Lieber schwimmendes Museum“

CSU-Chef Markus Söder will aus dem Schulschiff lieber „ein schwimmendes Museum machen“ und dafür moderne Ausrüstung anschaffen. Ein Sprecher des Ministeriums erklärte, das sei eine der Varianten, die im Gespräch seien. Letztlich stelle sich die Frage, wie leistungsfähig die Werft sei.

Kostenexplosion und Insolvenz

Bei der Sanierung der „Gorch Fock“ war es zu einer Kostenexplosion von 10 auf bis zu 135 Millionen Euro gekommen, nach Vorwürfen der Korruption und Untreue wurde ein Zahlungsstopp verhängt. Die Elsflether Werft hatte am 20. Februar ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. (dpa)