Trotz Genting-Krise: Land saniert die Kaje der Lloyd Werft

Obwohl der asiatische Genting-Konzern nun doch keine Kreuzfahrtschiffe auf der Lloyd Werft bauen will, will Hafensenator Martin Günthner (SPD) die bereits zugesagte Sanierung der Ostkaje der Werft umsetzen.

32 Millionen Euro für marode Ostkaje

Als die Asiaten im vergangenen Jahr die Lloyd Werft übernahmen und ankündigten, in Bremerhaven ihre ehrgeizigen Neubaupläne für Kreuzfahrtschiffe umzusetzen, war das Land sofort bereit, für knapp 32 Millionen Euro die marode Ostkaje der Werft zu sanieren. Sie sollte so hergerichtet werden, dass hier ohne Probleme die Stahlrümpfe zu Luxusschiffen ausgebaut werden können.

Konzentration auf die Ostseewerften

Die Genting-Gruppe sagte im Gegenzug zu, auf der Kaje die dazu notwendigen Kräne und Schiffbauhallen zu finanzieren. Dann kam aber alles anders. Nachdem die Asiaten auch noch drei Ostsee-Werften erstanden hatten, wollen sie nun hier alle Neubauaktivitäten konzentrieren. Lloyd Werft solle sich wie bisher um das Reparaturgeschäft kümmern.

Entscheidung nicht von Genting abhängig

Dazu ist allerdings keine aufwendige Sanierung der Kaje notwendig. Wirtschaftsstaatsrat Ekkehart Siering machte am Mittwoch vor den Parlamentariern im Landeshafenausschuss deutlich, dass die Sanierung der Kaje notwendig sei, weil sie marode sei. Die Maßnahme sei bereits eingeleitet worden, als der Einstieg der Genting-Gruppe bei der Lloyd Werft noch nicht auf dem Programm stand.