Unfall auf A27: Bremsmanöver löst Kettenreaktion aus

Nach einem folgenschweren Auffahrunfall musste am Mittwochvormittag die A 27 auf Höhe der Ausfahrt Geestemünde längere Zeit halbseitig gesperrt werden. Zu dem Unfall kam es, als ein 53-jähriger Fahrer aus Esens wegen des dichten Verkehrs abrupt bremsen musste. Er löste damit eine Kettenreaktion aus.

Frau aus Lilienthal bemerkt Bremsmannöver zu spät

Als der Fahrer eines VW-Busses mit neun Personen an Bord gegen 11 Uhr Richtung Cuxhaven unterwegs war, floss der Verkehr auf der Autobahn nur zähflüssig. Als der 53-Jährige auf dem Überholstreifen plötzlich bremsen musste, kam zwar ein 65-jähriger Fahrer aus Hannover mit seinem Mercedes noch rechtzeitig zum Stehen. Eine 47-jährige Frau aus Lilienthal bemerkte das Bremsmanöver aber zu spät und fuhr mit ihrem Golf zunächst seitlich in den Mercedes und anschließend in das Heck des vorderen VW-Busses.

Der Golf wurde nach dem Auffahrunfall noch von einem Lastwagen gestreift. Der Lkw-Fahrer fuhr aber einfach weiter.
Der Golf wurde nach dem Auffahrunfall auf der A27 noch von einem Lastwagen gestreift. Der Lkw-Fahrer fuhr aber einfach weiter. Foto: Feuerwehr Bremerhaven

Lastwagenfahrer entfernt sich vom Unfallort

Doch dabei blieb es nicht. Anschließend wurde das Auto der Frau aus Lilienthal auch noch von einem Lastwagen gestreift und dadurch noch weiter in das Heck des VW-Busses gedrückt. Der Fahrer des vermutlich roten Lastwagens fuhr weiter, ohne sich um die Unfallopfer zu kümmern.

A27 bis 12.15 Uhr halbseitig gesperrt

Trotz der zahlreichen beteiligten Fahrzeuge wurde nur die 47-jährige Fahrerin aus Lilienthal leicht verletzt. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Insassen des VW-Busses konnten die Fahrt später mit einem Leihwagen fortsetzen. Der Autobahnabschnitt wurde bis 12.15 Uhr halbseitig gesperrt.

Großes Lob für Fahrer von Abschleppwagen

Großes Lob gab es von der Polizei für den Fahrer eines Abschlepp-Wagens aus Bremerhaven. Er hatte sich vorbildlich verhalten und die Unfallstelle so gut gesichert, dass es nicht zu weiteren Unfällen kam.