Vergewaltigt und ausgeplündert: Zwangsprostitution auf der Lessingstraße

Es ist unglaublich, mit welcher Brutalität Prostituierte auf der Lessingstraße misshandelt, vergewaltigt und ausgebeutet werden. Offenbar wird das im Prozess wegen sexueller Ausbeutung und Zwangsprostitution. Nach der Aussage der 28-jährigen Zeugin, die hier durch die Hölle gegangen ist, ist klar, dass es in dem Verfahren keine einvernehmliche Lösung geben kann.

Angeklagt sind eine 39-jährige Frau und ihr 23 Jahre alter Sohn. Sie sind Ungarn. Wie die 28-jährige Frau, die auf der Lessingstraße für die beiden im Koberfenster stehen und anschaffen musste. „Egal, ob für 10 oder 15 Euro, egal ob mit oder ohne Gummi. Sie brauchten das Geld für ihre Drogen“, sagt die Frau. Ihre Gesundheit sei ruiniert, sie braucht Medikamente und psychologische Hilfe.

Aussage unter Tränen

Unter Tränen macht sie ihre Aussage. Sie bittet das Gericht um Hilfe, dass die beiden Angeklagten nie wieder Frauen drangsalieren können. Täglich sei sie geschlagen worden. Sie berichtet, wie sie von dem 23-Jährigen mehrfach vergewaltigt wurde. Sie durfte nicht schlafen, musste jeden Tag arbeiten und wurde mit einer Pistole bedroht. Von dem Geld habe sie nichts bekommen. Die Einnahmen hätten ihre Peiniger für Drogen ausgegeben. Sie habe nicht einmal ihren drei Kindern, die bei einer Tante in Ungarn leben, etwas Geld schicken können.