Vertrauensverlust? Die Lloyd Werft wehrt sich

Lloyd-Werft-Vorstand Rüdiger Pallentin wehrt sich gegen Spekulationen, die Genting-Bosse hätten das Vertrauen in die Werft-Führung verloren und deshalb das Neubaugeschäft auf den Ostsee-Werften konzentriert. „Es gab keinen Vertrauensverlust“, sagt er.

Verluste durch Umbau von „Bold Tern“ spielten angeblich keine Rolle

Auch die Verluste, die aktuell durch die Umbauten des Errichterschiffs „Bold Tern“ entstehen, spielten für die Entscheidung der Genting-Gruppe keine Rolle, sagt Pallentin. Die Wirtschaftsprüfer von PricewaterhouseCoopers seien ohnehin im Haus wegen der Halbjahresbilanz. Sie seien dann von der Werft und von Genting beauftragt worden, die Ursachen für die Verluste zu beleuchten.

Überzogene Erwartungen an Lloyd Werft?

Das Gerücht, die Vorstellungen der Genting-Chefs an Kompetenzen und Infrastruktur der Werft seien überzogen gewesen, halten sich dennoch. Ebenso das Gerücht, dass die Prüfungen auf der Werft mehr als nur den „Bold Tern“-Auftrag umfassen.

Die Schiffe passen gar nicht in den Hafen

Pallentin betont hingegen, dass die gigantischen Riesenschiffe für die Genting-Reederei Star Cruises gar nicht in den Hafen passen und somit auch eine Endausrüstung hier nicht möglich sei. Unterdessen hat ein Treffen zwischen Senatsspitze und den Genting-Bossen stattgefunden. Dass zu den Ergebnissen Stillschweigen verabredet wurde, wird nicht als positives Ergebnis gewertet.

Auftrag für BVT Werft schrumpft

Verunsicherung herrscht auch bei den Zulieferern der Werft. Die BVT Werft von Rönner sollte ursprünglich vier Flusskreuzfahrtschiffe für Genting im Auftrag der Lloyd Werft bauen. Nach dem die Asiaten Druck gemacht hatten, damit diese Schiffe in Wismar gebaut werden können, gab es einen Kompromiss. BVT baut nun nur noch Teile der Schiffe.