Verwüstung auf dem Geestemünder Friedhof: Kommen jetzt Kameras?

Auf dem Friedhof Geestemünde herrscht am Freitag immer noch große Unordnung. In der Nacht zu Donnerstag haben unbekannte Täter zahlreiche Gräber verwüstet, die Spuren sind deutlich zu sehen. Der Friedhofsverwaltung ist ein Fall, bei dem so viel zerstört wurde, aus der Vergangenheit nicht bekannt.

„Purer Vandalismus“

„Es passiert mal, dass einzelne Gräber beschädigt werden, aber nicht in diesem Umfang“, sagt Volker Lichtenberg, Leiter der evangelischen Friedhofsverwaltung, die für den Geestemünder Friedhof zuständig ist. Auch Fälle von Metalldiebstahl habe es in der Vergangenheit dort schon gegeben, aber diese Tat sei „purer Vandalismus“.

Nachts nicht abgeschlossen

Jetzt ziehe die Friedhofsverwaltung verschiedene Maßnahmen in Betracht. „Wir könnten den Friedhof wieder abschließen, aber das wollen wir nicht“, so Lichtenberg. Seit mehr als zehn Jahren werde der Geestemünder Friedhof nachts nicht mehr abgeschlossen.

Zaun wird erneuert

Eine weitere Option sei die Installation von Kameras. „Jedoch ist das Gelände sehr groß“, gibt Lichtenberg zu bedenken. Da reiche nicht nur eine Kamera. Bis Herbst soll unterdessen der in die Jahre gekommene Zaun an der Feldstraße komplett erneuert sein. Ein Teil des Zaunes rund um den Friedhof ist bereits fertig gestellt. Der Rest sei in den kommenden Monaten dran, so Lichtenberg.

Angehörige pflegen Gräber

Im Moment informiere ein Aushang auf dem Friedhof über die Verwüstung. Die Verwaltung warte nun auf die Liste der Polizei, auf welchen Gräbern die unbekannten Täter gewütet haben. Was jetzt mit den Ruhestätten passiert, ist Sache der Hinterbliebenen. „Die Angehörigen sind für die Gräberpflege zuständig“, sagt Lichtenberg.

Polizei sucht Zeugen

Die Polizei Bremerhaven ermittelt weiterhin und sucht nach den Tätern. Hinweise werden unter 0471/9533321 entgegengenommen.

Philipp Overschmidt

Philipp Overschmidt

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Philipp Overschmidt, Jahrgang 1988, ist in Georgsmarienhütte (Landkreis Osnabrück) geboren und aufgewachsen. Er studierte Politikwissenschaften und Soziologie in Osnabrück. Nach seinem Volontariat bei der NORDSEE-ZEITUNG ist er seit 2017 Online-Redakteur für nord24.