„Wir können für die ‚Seute Deern‘ heute Nacht nichts mehr tun“

Die große Katastrophe wird Stand jetzt nicht eintreten: Die „Seute Deern“ wird nach jetzigem Stand nicht umkippen. Das Schiff war am Freitag Abend in Schieflage geraten, weil die Pumpen bereits am Vortag ausgefallen waren. Dadurch ist das Schiff tüchtig in Schieflage geraten. Die Einsatzkräfte waren kurz an Bord, mussten das Schiff aber wegen der drohenden Gefahr verlassen. 

Zu große Gefahr

Gegen 21.35 Uhr ist der Notruf bei der Einsatzleitstelle eingegangen. Die Feuerwehr traf kurze Zeit später am Alten Hafen ein. Die Einsatzkräfte wollten die Pumpen wieder zum Laufen bringen, stellten aber an Bord fest, dass die Gefahr für die Feuerwehrleute zu groß war. Das Schiff drohte umzukippen. Deshalb haben alle die „Seute Deern“ wieder verlassen müssen, nachdem die ersten Planken durchbrachen.

Die "Seute Deern" in Bremerhaven drohte am Freitag Abend zu sinken.

Über die Gangway ist das Schiff nicht mehr zu betreten, weil auch die abbrach. Gegen 23 Uhr war die „Seute Deern“ auf Grund gelaufen. Sie steckt nun im Schlick des Hafenbeckens fest. „Die große Katastrophe bleibt wohl aus“, sagt Feuerwehr-Einsatzleiter Rainer Suhrhoff. Die Lage habe sich stabilisiert. „Wir können nichts anderes machen als abwarten.“ Der Großteil der Einsatzkräfte ist kurz vor Mitternacht abgezogen. Eine Wache bleibt über Nacht am Alten Hafen.

Feuer vor halbem Jahr

In einem Hohlraum vor der Bordküche ist vor gut einem halben Jahr ein Feuer ausgebrochen. Seitdem konnte das Schiff nicht mehr genutzt werden.


 

Lili Maffiotte

Lili Maffiotte

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Lili Maffiotte, Spanierin mit kompliziertem Namen, aber ohne Spanischkenntnisse, geboren und aufgewachsen in Norddeutschland. Seit 23 Jahren bei der NORDSEE-ZEITUNG - als gelernte Fotografin von der Bildredaktion über ein Volontariat in die Lokalredaktion mit Zwischenstationen in der Sportredaktion. Seit Oktober 2015 in der Online-Redaktion für die Social-Media-Kanäle zuständig.