Zweifel an Teisers Rolle: Opposition spricht von Stasi-Methoden

Haben die CDU-Stadträte Michael Teiser und Torsten Neuhoff auf den Arbeitgeber einer unbequemen Umweltaktivistin Druck ausüben wollen? Handelte es sich bei ihren Anfragen im Magistrat um einen Einschüchterungsversuch? Nein, beteuern beide. Doch Zweifel bleiben.

Teiser lässt Arbeitsverhältnis von Umweltaktivistin durchleuchten

Teiser und Neuhoff hatten in einer vertraulichen Sitzung des Magistrats darauf gedrängt, das Beschäftigungsverhältnis von Marnie Knorr beim städtischen Arbeitsförderungszentrum zu durchleuchten. Knorr gehört zu den Initiatoren eines Bürgerbegehrens gegen die Bebauung der Neuen Aue.

FDP hält allein die Nachfragen für einen Skandal

Kurz darauf war ihr ein Aufhebungsvertrag vorgelegt worden. Teiser und Neuhoff bestreiten, dass ein Zusammenhang mit ihrer Anfrage besteht. Doch Oppositionsvertreter nehmen ihnen das nicht ab. Jens Grotelüschen von der FDP hält es für einen Skandal, dass vom Magistrat auf die persönlichen Lebensumstände durchgestoßen wird.

Scharfe Kritik auch von Grünen und Piratenpartei

Alexander Niedermeier (Piratenpartei) spricht sogar von Stasi-Methoden. Sülmez Dogan (Grüne) findet es „unmöglich, dass Menschen wie Marnie Knorr, die sich in und für die Stadt engagieren, mit solchen Aktivitäten eingeschüchtert werden“.