Russischer Künstler gräbt sich nackt und kopfüber vor Elbphilharmonie ein

von Markus Lorenz

Hamburg Nackedei-Stillleben mit Elbphilharmonie: Der russische Konzeptkünstler Andrey Kuzkin hat sich gestern vor der Kulisse des Konzerthauses unbekleidet und kopfüber in die Erde eingegraben.

Aktion bei minus 2 Grad

Bei einer Außentemperatur von minus 2 Grad hatte der Moskauer die wichtigsten Stellen des Körpers mit Fett gegen die klirrende Kälte geschützt. Insgesamt steckte der 38-Jährige am Vormittag etwa eine halbe Stunde mit dem Oberkörper in einem selbst gebuddelten Loch.

Künstler will wie ein Baum sein

„Ich fühle mich nicht so verloren in der Welt, wenn ich so etwas mache“, erklärte der Moskauer seine verblüffende Aktion. Er wolle sein wie ein Baum.

Kuzkin ist überall auf der Welt im Einsatz

Die Elphi-Pose war der 54. Teil in Kuzkins Aktionsserie „Phenomenon of Nature or 99 Landscapes with Trees“, in deren Verlauf er schon in London, Sibirien und vielen anderen Orten nackt Kopfstand machte. Auch in Hamburg war der Russe 2015 im Rahmen des „Nordwind“-Festivals in dieser Rolle an der Binnenalster zu sehen.