Zahl der Wolfsrisse hat sich in Niedersachsen verdoppelt

Die Halter von Schafen oder Ziegen fürchten sich vor dem Wolf. Die Zahl der Raubtiere in Niedersachsen ist gestiegen, die der gerissenen Nutztiere hat sich in diesem Jahr sogar verdoppelt. Was tun?

Landesweit 355 Weidetiere gerissen

Die Zahl der von Wölfen getöteten Nutztiere hat sich in Niedersachsen im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Landesweit wurden 355 Weidetiere gerissen, im Jahr zuvor waren es nur 178 gewesen. Das sagte eine Sprecherin vom Wolfsbüro des Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz.

232 Nutztierschäden gemeldet

232 Nutztierschäden wurden bisher gemeldet, 142 konnten eindeutig Wölfen zugeordnet werden. Betroffen sind vor allem Schafe. In 33 Fällen war der Wolf definitiv nicht der Verursacher. Weitere Fälle sind unklar, in 22 Fällen steht eine amtliche Feststellung noch aus.

Weniger Wolfsrisse im Vorjahr

Im Jahr zuvor hatte es 141 gemeldete Nutztierschäden mit insgesamt 178 getöteten Tieren gegeben. Davon waren 68 eindeutig dem Wolf als Verursacher zuzuordnen. In 43 Fällen sei der Wolf als Verursacher nicht nachweisbar gewesen, in einem Fall war gar keine Beurteilung mehr möglich. Gab es 2016 noch 10 Wolfsrudel in Niedersachsen, so waren es in diesem Jahr schon mindestens 14. Die Landesjägerschaft geht von bis zu 150 Tieren aus. (lni)