Verschluckter Zahnstocher, Rochenstachel, Affenbiss – diese Todesfälle gibt es wirklich

Die meisten Menschen sterben eines natürlichen Todes, nur wenige lassen ihr Leben bei einem Unglück. Einige dieser Todesfälle sind allerdings so ungewöhnlich, dass man kaum glauben mag, dass sie sich ereignet haben. Eine Auswahl davon haben wir für euch zusammengestellt:

  • 2010: Mike Edwards, Cellist der Band Electric Light Orchestra, starb in Devon, als ein 600 kg schwerer Heuballen von einem Hügel rollte und mit seinem Wagen kollidierte.
  • 1983: Der US-amerikanische Schriftsteller Tennessee Williams erstickte an einer Verschlusskappe für Augentropfen im Hotel Elysée in New York City. Wahrscheinlich hielt er den Verschluss mit dem Mund, während er sich zurücklehnte und die Augentropfen benutzte.
Tennessee Williams
Foto dpa

  • 1977: Der britische Rennfahrer Tom Pryce starb beim Großen Preis von Südafrika, als er vom Feuerlöscher eines Streckenpostens im Gesicht getroffen wurde. Zuvor hatte ein Streckenposten gerade die Piste überquert, um ein anderes in Brand geratenes Fahrzeug zu löschen. Die Unfallstelle lag hinter einer Bergkuppe, weshalb der Streckenposten für die Piloten auf der Strecke nicht zu sehen war. Pryce hatte keine Möglichkeit zu reagieren und erfasste van Vuuren mit einer Geschwindigkeit von 280 km/h. Beide Männer waren sofort tot.
  • 1941: Der US-amerikanische Schriftsteller Sherwood Anderson starb an einer Bauchfellentzündung, die durch einen verschluckten Zahnstocher verursacht wurde.
  • 1981: Ausgerechnet der Titel des fünften Bondfilms mit Roger Moore in der Hauptrolle wurde für einen Stuntman tatsächlich zu einer „tödlichen Mission“: Am 17. Februar 1981 starb Stuntman Paolo Rigon, der vorderste Mann im Viererbob, in der Bobbahn von Cortina d´Ampezzo. Der Bob sollte während der Szene aus der Bahn fliegen. Das Team markierte die Stelle, verschätzte sich aber in der Distanz: Der Bob flog aus der Bahn und knallte direkt gegen einen Baum.
  • 2006: Steve Irwin, australischer Tierfilmer und Zoobetreiber, starb als er bei Unterwasseraufnahmen von einem Stachelrochen angegriffen und vom Stachel des Tieres direkt ins Herz getroffen wurde.
IN ERINNERUNG AN STEVE IRWIN
Foto "obs/Animal Planet"

  • 1927: Isadora Duncan, eine US-amerikanische Tänzerin, wollte in einem offenen Amilcar in Nizza spazieren fahren, als sich ihr Schal vor der Abfahrt in den Radspeichen verfing. Durch den Ruck beim Anfahren brach ihr Genick.
  • 1920: Alexander, König von Griechenland, ging durch den Nationalgarten in Athen, als sein Schäferhund von einem Berberaffen angegriffen wurde. Beim Versuch, den Hund zu verteidigen, wurde Alexander von beiden Tieren gebissen. Durch die infizierten Bisswunden erlitt er eine Blutvergiftung, die nach drei Wochen für ihn tödlich endete.
  • 1771: Adolf Friedrich, König von Schweden, starb am 12. Februar 1771 an einem Schlaganfall, verursacht durch Verdauungsprobleme. Seine letzte Mahlzeit war Hummer, Kaviar, Sauerkraut, Räucherhering, Champagner und zum Abschluss 14 Portionen seines Lieblingsdesserts: Hetvägg, serviert in heißer Milch. Schwedische Schulkinder kennen ihn daher als den König, der sich zu Tode aß.
  • 2014: Ein deutsches Paar, das über Jahre hinweg eine Affäre hat, trifft sich zu einem Schäferstündchen. Während des Liebesspiels bemerkte der Mann Rauch in der Küche, denn er hatte das Fleisch in der Pfanne vergessen. Er rannte in die Küche und vergaß seine Geliebte, der er zu Stimulationszwecken eine Gurke in den Mund gesteckt hatte. Da der Mann noch seinen Hund fütterte und eine Zigarette rauchte, bevor er zu seiner Geliebten zurückkehrte, erstickte diese an der Gurke.
  • 2010:  Ein 22-Jähriger ist in Bonn bei der Suche nach seinem Autoschlüssel kopfüber in einen Gully gerutscht und ertrunken. Der Mann steckte beinahe vollständig in dem Schacht. Nur die Turnschuhe des Opfers hätten aus dem Ablussschacht geragt. Er wurde von einem Vater entdeckt, der sein Kind morgens zum Kindergarten bringen wollte, teilte die Polizei mit. Die Gullyabdeckung hatte der 22-Jährige zur Seite geschoben. Wie lange er in dem Abfluss steckte, war nicht klar. Der Schlüssel wurde später tatsächlich auf dem Boden des Schachts gefunden.