Arbeitskreis bereitet Klage wegen des Kernkraftwerks Unterweser vor

Der Arbeitskreis Wesermarsch kämpft seit 1980 um die Stilllegung des Kernkraftwerks Unterweser (KKU) in Kleinensiel. Beim anstehenden Rückbau lehnt sich der Zusammenschluss von 70 Organisationen und Einzelpersonen nicht zurück, sondern hat nach den Erörterungsterminen  20 Dissenspunkte herausgearbeitet.

Die strittigen Punkte wollen die Aktivisten nun konsequent abgearbeitet wissen. „Sonst sehen wir uns gezwungen zu klagen“, betont Sprecher Hans-Otto Meyer-Ott.

Stilllegungsverfügung wird im Frühjahr 2017 erwartet

Der Arbeitskreis will sich zunächst um ein Gespräch mit Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) bemühen, bereitet sich aber auch parallel auf eine Klage gegen die atomrechtliche Stilllegungsverfügung vor, die im Frühjahr 2017 erwartet wird.

Zu den Dissenspunkten zählt unter anderem, dass der Abbau erst erfolgen soll,  wenn die 32 Brennelemente samt den defekten Brennstäben aus dem Abklingbecken entfernt sind.

Andreas Schoener

Andreas Schoener

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Andreas Schoener arbeitet seit Oktober 2008 in der Landkreis-Redaktion der NORDSEE-ZEITUNG. Dort ist er stellvertretender Leiter und zuständig für die Berichterstattung aus und über die Stadt Geestland.