Familie auf Motorboot gerät vor Cuxhaven in Seenot

Die Einsatzkräfte der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben am Donnerstagnachmittag eine vierköpfige Familie vor dem Cuxhavener Amerikahafen aus einer lebensgefährlichen Situation befreit. Die Familie war mit einem Motorboot unterwegs und hatte plötzlich Motorprobleme. 

Kleiner Junge alarmiert die Feuerwehr

Um kurz nach 17 Uhr hatte die Familie in der starken Strömung vor dem RoRo-Terminal einen Notruf abgesetzt. Während der Skipper versuchte, den Anker auszubringen, alarmierte der achtjährige Sohn per Mobiltelefon die Berufsfeuerwehr Cuxhaven. Die wiederum benachrichtigte die Seenotretter.

Starke Strömung

Das Tochterboot des im Cuxhavener Fährhafen stationierten Seenotrettungskreuzers „Anneliese Kramer“ machte sich sofort auf den Weg zum Amerikahafen. Die Seenotretter fanden das etwa acht Meter lange Boot vor Anker in der starken Strömung. „Die Familie befand sich in großer Gefahr. Das kleine Boot war nur noch etwa zwei Meter von den großen Dalben entfernt. Hätte der Anker nicht gehalten, hätte es innerhalb kürzester Zeit im Strom kentern können“, beschreibt Seenotretter Andreas Hahn die Situation.

Medizinische Versorgung an Land

Was die Seenotretter zu dem Zeitpunkt noch nicht wussten: Neben dem Skipper und seinem achtjährigen Sohn befanden sich unter Deck die Mutter und ein sechs Monate alter Säugling. Die Seenotretter schleppten das Boot in den Hafen. Die Familie wurde an Land medizinisch betreut und versorgt.