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Immer weniger Rebhühner im Cuxland

Fünf Monate im Jahr treibt es das männliche Rebhuhn bunt: Zur Brutzeit legt der braun gesprenkelte, unscheinbare Vogel sein Prachtgefieder an. Doch dieser Anblick ist zur Seltenheit geworden. Denn die Zahl der Rebhühner geht zurück. Schlimmer noch: Das Tier ist vom Aussterben bedroht. „Wenn die Entwicklung so weitergeht, haben wir in fünf Jahren im Cuxland kein Rebhuhn mehr“, befürchtet Lüder Steinberg, Vorsitzender der Jägerschaft Wesermünde-Bremerhaven.

Vogelart findet wenig Nahrung

Grund für das drohende Aussterben der Vogelart sind die veränderten Lebensbedingungen. Früher hätten die Tiere noch in den Äckern und im Grünland gebrütet. Auf Kartoffel- und Rübenfeldern seien die Rebhuhnketten zu Hause gewesen, erinnert sich Steinberg: „Es sind Bodenbrüter“. Heutzutage prägten jedoch Mais und Weiden die Landschaft. Dazu komme, dass es kaum noch Blühstreifen gebe und Pestizide versprüht würden. Die Folge: „Es gibt kaum noch Insekten. Und das ist die Nahrungsquelle der Rebhühner“, weiß der Vorsitzende.

Jäger kaufen Flächen auf und gestalten Biotope

Neben Naturschutzverbänden sind die Jäger dabei, Hilfe zu leisten: Sie kaufen in Zusammenarbeit mit der Landesjägerschaft Flächen auf und gestalten kleine Biotope. „Wir haben jetzt ungefähr 55 Hektar Land zur Verfügung, davon im Bereich Neuenwalde einen Hektar.“ Helfen könnten auch Ausgleichsmaßnahmen der Gemeinden, beispielsweise für neue Baugebiete. Steinberg lobt auch das Projekt zur Förderung von Blühstreifen im Kreis. „Besonders in Geestenseth klappt das sehr gut“, sagt er.
So bestehe eine kleine Chance, das Rebhuhn vor dem Aussterben zu bewahren.