Loxstedter trotzt dem Sterben der Apotheken

Die Apotheken in Niedersachsen haben Nachwuchssorgen. Inhabern gelingt es immer seltener, Nachfolger für ihren Betrieb zu finden, bedauert die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Dr. Heinz Rankenburg ist da in einer besseren Situation. Er hat mit Arne Fischbach einen Nachfolger für seine Orchideen-Apotheke in Loxstedt gefunden. Er hatte insgesamt vier Interessenten in der engeren Auswahl.

Sogar Seminar zur Nachwuchsfrage besucht

„Die Frage eines Nachfolgers hat mich schon geraume Zeit beschäftigt“, sagt Rankenburg, der jetzt 66 Jahre alt ist. Er habe sich eingelesen und ein Seminar besucht, um zu erfahren, was alles zu regeln ist. Letztlich sei es aber relativ einfach gewesen, Interessenten zu finden, Fischbach habe er schon länger gekannt.

Fischbach: Ich finde es gut auf dem Land

Auch für Fischbach, der eigentlich aus Ritterhude kommt, wo seine Frau eine Apotheke unterhält, war es der richtige Zeitpunkt. „Ich war gerade dabei, die Storchen-Apotheke in Bremerhaven an einen Mitarbeiter zu übergeben und suchte eine Apotheke auf dem Land. Ich finde es gut hier“, erzählt er. Diese Aussage kann Rankenburg auch nur unterstützen: „Eine Apotheke auf dem Land ist doch eigentlich viel besser, weil es dort nicht so viel Konkurrenz gibt wie in der Stadt.“

Als die Kunden in Bremerhaven wegblieben

Das sei auch 2002 der Grund gewesen, warum er selber die Orchideen-Apotheke in Loxstedt übernommen habe. Zuvor war er rund ein Jahrzehnt lang Inhaber der Theater-Apotheke in Bremerhaven. „Doch dann wurde die Bushaltestelle verlegt, und Horten machte zu. Das kostete Kunden. Von 70 bis 80 an einem Sonnabend blieben gerade noch 15 bis 18 am Tag“, erzählt Rankenburg. Zudem habe es Ende der 1990er Jahre einen starken Preiskampf der Apotheken im Bereich der freiverkäuflichen Produkte gegeben. Da habe er gerne die Apotheke in Loxstedt übernommen. „Und ich habe diese Entscheidung nie bereut“, sagt der Apotheker.