Milchpreis: Bauern im Cuxland sind stinksauer

In einem „Brandbrief“ an das Deutsche Milchkontor (DMK) haben 50 Landwirte aus dem Cuxland im Juni ihrem Ärger über die aktuellen Milchauszahlungspreise Luft gemacht. Mit 30,9 Cent pro Liter sei dieser Preis „katastrophal“. Dies wurde bei einem Zusammentreffen Ende August auf dem Hof von Günter Nagelfeld in der Sieverner Feldmark deutlich.

Bedrohung der Existenz

Christian Sancken, Milcherzeuger aus Debstedt, und Berufskollege Günter Nagelfeld aus der Sieverner/Wremer Feldmark erheben in besagtem Schreiben an die DKM-Geschäftsführung unter anderem den Vorwurf, dass der nachhaltig unterdurchschnittliche Milchpreis ein Nachteil von existenzbedrohendem Ausmaß ist.

Mit Kündigung gedroht

Die 50 Unterzeichner fordern überdurchschnittliche Auszahlungspreise im Verhältnis zu Vergleichsmolkereien. Sollte diese Forderung unter ihren Erwartungen bleiben, behalten sie sich vor, Geschäfts- und Lieferbedingungen zum Jahresende zu prüfen – mit der möglichen Konsequenz einer Kündigung zum 31. Dezember 2019.

„Nicht unser Anspruch“

Oliver Bartelt von der DMK: „Der Milchpreis heute ist natürlich beeinflusst von den vielen Investitionen in den Umbau unseres Unternehmens. Wir haben in den letzten Jahren über 200 Millionen Euro in den Umbau investiert. Derzeit bewegen wir uns in der Auszahlung daher unter dem Durchschnitt – das ist nicht unser Anspruch und das muss wieder besser werden.“

Andreas Schoener

Andreas Schoener

zeige alle Beiträge

Andreas Schoener arbeitet seit Oktober 2008 in der Landkreis-Redaktion der NORDSEE-ZEITUNG. Dort ist er stellvertretender Leiter und zuständig für die Berichterstattung aus und über die Stadt Geestland.