Moorbrand: Feuerwehr aus dem Cuxland hilft

Einsatzkräfte der Feuerwehr aus dem Cuxland helfen ab Mittwoch bei der Bekämpfung des Moorbrandes bei Meppen, der durch einen Raketentest der Bundeswehr ausgelöst wurde. Das bestätigte ein Sprecher der Feuerwehr gegenüber nord24.

Löschzug startet um 3.30 Uhr

Demnach starten Einsatzkräfte aus Schiffdorf-Sellstedt, Midlum, Wremen und Geestland in der Nacht ab 3.30 Uhr gemeinsam mit einem Löschzug in Richtung Meppen. Der Einsatz dort soll ab 7 Uhr beginnen. Für Verpflegung und Unterkunft vor Ort sei gesorgt. Geplant ist der Einsatz für 48 Stunden, am Freitag kehren die Feuerwehrleute dann wieder zurück ins Cuxland.

Kaum Erfahrung mit Moorbränden

„Das wird auf jeden Fall ein besonderer Einsatz“, so der Sprecher. Zumal man sich vor Ort nicht auskenne und die Munitionsreste im Boden die Arbeit erschwerten. Außerdem könne es sein, „dass man vom Feuer gar nichts sieht“, da die Glutnester zum Teil unterirdisch liegen. Bisher habe man mit Moorbränden so gut wie keine Erfahrung. Nur einmal habe es einen Einsatz „im Bereich Krempel“ gegeben, dieser sei aber bei weitem nicht so groß gewesen.

Sprengung der Munition?

Die Bundeswehr erwägt, die Munitionsreste zu sprengen, was von den Einsatzkräften zur Zeit aber als nicht zweckmäßig erachtet werde. Seit 1876 wird das Gelände für Schießübungen genutzt. Deshalb sollen dort vermutete Munitionsreste erst beseitigt werden, bevor die Feuerwehr den Bereich betreten kann. Am Dienstagnachmittag sollte es weitere Aufklärungsflüge mit einem Tornado geben. Insgesamt sind derzeit 1530 Einsatzkräfte auf dem Bundeswehrgelände im Einsatz, darunter 695 zivile Feuerwehrleute.

Peter Gassner

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Peter Gassner, geboren am Niederrhein, volontierte nach seinem Studium der Geschichte und Politik im mittelhessischen Marburg bei der dort ansässigen Oberhessischen Presse. Nach Zwischenstation beim General-Anzeiger in Bonn wurde er nun an die Nordsee-Küste gespült. Besonderes Interesse an Sport aller Art.