Polizei fasst den Brutalo-Schläger vom Pam Pam – Opfer weiter in Lebensgefahr

Ein 40-jähriger Mann aus Hagen eilt einer Frau zu Hilfe und wird brutal niedergeschlagen. Der Vorfall am 30. Oktober am Döhrnweg beim Pam Pam in Hagen hat viele Menschen sprachlos gemacht. Sie dürfen nun aufatmen. Die Polizei hat den Täter ausgemacht: Sie ermittelt gegen einen 33-jährigen Bremerhavener wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung.

Opfer schwebt weiter in Lebensgefahr

Die Hintergründe der Tat hat die Polizei nach eigenen Angaben im Laufe der Ermittlungen mittlerweile annähernd geklärt werden. Die Polizei ermittelt nun gegen einen 33-jährigen Bremerhavener wegen des Verdachts einer schweren Körperverletzung.  Gemäß Zeugenaussagen wollte der Hagener einen Streit schlichten. Dabei kam es zu einer Schlag gegen ihn, wodurch er zu Boden stürzte und sich dabei lebensgefährliche Kopfverletzungen zuzog. Nach wie vor befindet sich der couragierte Helfer in Lebensgefahr.

Polizei dankt den aufmerksamen Zeugen – und den Helfern auf Facebook

„Die Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führten, sind aufmerksamen Zeugen zu verdanken“, sagte Polizeisprecherin Anke Rieken. Sie folgten Zeugenaufrufen in sozialen Netzwerken und trugen dadurch, dass sie entsprechende Informationen umgehend an die Polizei weitergaben, maßgeblich an der Klärung des Tatgeschehens mit bei. Ins Visier der Ermittler geriet auch eine junge Disco-Gängerin. Inwiefern sie mit dem Tatgeschehen in Verbindung steht, muss noch geklärt werden. Die Ermittlungen dauern an.

Beamte stellen Schlagwerkzeug sicher

Die Staatsanwaltschaft Stade hat beim zuständigen Amtsgericht unter anderem einen Beschluss für die Durchsuchung beim Verdächtigen erwirkt. Hierbei wurde auch ein Schlagwerkzeug aufgefunden und für weitere Untersuchungen beschlagnahmt.

Täter aus der Türsteher-Szene?

Nord24-Informationen, wonach der mutmaßliche Täter aus der Türsteher oder Security-Szene stammen soll, wollte die Polizei nicht kommentieren.

Aufruf zur Zivilcourage

„Wir alle können in jeder alltäglichen Situation von einem auf den anderen Moment gefordert sein, Zivilcourage zu zeigen, wenn jemand dringend Hilfe benötigt. Wegsehen ist im Zweifel immer die schlechteste Alternative. Schon ein Anruf bei der Polizei kann Leben retten“, appelliert die Sprecherin der Polizeiinspektion Cuxhaven.

Jens Gehrke

Jens Gehrke

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Jens Gehrke ist in Bremerhaven geboren, arbeitet als Redakteur bei der NORDSEE-ZEITUNG und gehört seit 2016 dem nord24.de-Team an. Er hat Kulturwissenschaften und BWL in Lüneburg und Madrid studiert, danach volontierte er bei der NORDSEE-ZEITUNG. Die Schwerpunkte der Berichterstattung liegen in den Gemeinden Hagen im Bremischen und Beverstedt.