Schafe in Steinau gerissen – Wolfberater: „Das war der Wolf“

Zwei Schafe sind in Steinau (Cuxland) gerissen worden. Vier weitere sind verletzt. Wolfsberater Hermann Kück ist sich sicher:  „Das war der Wolf.“

Zwei Wollschafe verenden auf Weide

Karin und Thomas Reinicke sind entsetzt: Die beiden Hobby-Schafzüchter aus Steinau entdeckten an Dienstag- und Mittwochmorgen, dass zwei ihrer insgesamt 35 Pommerschen Wollschafe verendet auf einer Weide an der Straße Süderwestseite lagen, vier weitere wiesen schwere Kehlbisse auf. „Das war der Wolf“, sagt Hermann Kück aus Beverstedt und beruft sich dabei auf seine langjährige Erfahrung als ehrenamtlicher Wolfsberater im Landkreis.

Wolfsberater verschickt DNA-Proben

„Wir haben die DNA-Proben sofort an den Niedersächischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLKWN) und an die Landesjägerschaft geschickt“, sagte Kück. Mit einem Ergebnis rechne er in ein paar Wochen.

Nur durch einen Elektrozaun gesichert

Da die gerissenen und die getöteten Tiere sich auf einer Weide befunden hätten, die nur durch einen Elektrozaun und nicht durch einen speziellen Wolfsschutzzaun gesichert gewesen sei, ginge er davon aus, dass die betroffenen Schafzüchter keinen Schadenersatz erhielten. Kück: „Eine intensive Zäunung ist aufgrund der extremen Nässe der letzten Wochen bei uns doch gar nicht möglich.“

Andreas Schoener

Andreas Schoener

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Andreas Schoener arbeitet seit Oktober 2008 in der Landkreis-Redaktion der NORDSEE-ZEITUNG. Dort ist er stellvertretender Leiter und zuständig für die Berichterstattung aus und über die Stadt Geestland.