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Stotel: Kunden äußern Kritik am DPD Verteilerzentrum

Aktuell häufen sich die Beschwerden gegen das DPD Depot 228 in Stotel, das Verteilerzentrum steht massiv in der Kritik. DPD spricht von unglücklichen Einzelfällen.

Paket kommt nicht an: „Adresse nicht lesbar“

Einer, der sich ärgert, ist Jörg Nitsch aus Loxstedt. „Vor kurzem habe ich ein Geburtstagsgeschenk für meine Tochter bestellt. Etwas, was ich hier nicht bekommen habe“, erzählt Nitsch. Sein Pech: „Das Paket kam bis ins Verteilerzentrum, dann hieß es in der Online-Paketverfolgung plötzlich, die Adresse sei nicht lesbar.“ Das Geschenk ging zurück an den Absender. „Und das gleich zweimal. Dabei stimmte die Adresse“, ärgert sich Nitsch.

Betroffener spricht Zustellerin an

Doch dabei blieb es nicht: „An einem Tag habe ich den Wagen in der Nebenstraße gesehen. Super, dachte ich, dann wird mein Paket gleich kommen“, erinnert er sich. Von wegen: Später erhielt er eine Nachricht, dass er sein Paket in einer Filiale/Packstation abholen könne. „Am nächsten Tag habe ich die Zustellerin getroffen und sie darauf angesprochen“, sagt Jörg Nitsch. Ihr sei etwas dazwischengekommen, so die lapidare Antwort der Paketbotin.

11.000 Sendungen werden in Stotel umgeschlagen

Täglich werden in Stotel gut 11.000 Sendungen umgeschlagen. „Bei der Paketzustellung vor Ort gibt es aktuell keinerlei Auffälligkeiten, die Qualität ist gemäß unserer Kennzahlen sehr gut“, sagt DPD-Sprecher Peter Rey auf Nachfrage von nord24. Rund 60 Zusteller seien dafür zuständig, dass die Pakete zeitnah bei ihren Empfängern ankommen.

DPD spricht von „unglücklichen Einzelfällen“

„Natürlich lässt sich aber nie ganz ausschließen, dass ein individueller Empfänger auch mal unzufrieden mit unserer Leistung ist“, sagt Rey, der trotz gehäufter Beschwerden im Internet von „unglücklichen Einzelfällen“ spricht. „Selbstverständlich müssen unsere Mitarbeiter immer bei unseren Kunden klingeln und dürfen nicht einfach eine Benachrichtigungskarte hinterlassen“, ergänzt Reys Kollege Frank Vergien.

Ablegen in einem Versteck nur mit Erlaubnis

Auch das Ablegen von Paketen, etwa an einem Versteck im Garten, sei nur mit besonderer Genehmigung des Empfängers gestattet. „Aber wo Menschen arbeiten, passieren Fehler“, bittet er um Verständnis und verspricht: „Wir werden unsere Mitarbeiter noch einmal sensibilisieren.“

Philipp Overschmidt

Philipp Overschmidt

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Philipp Overschmidt, Jahrgang 1988, ist in Georgsmarienhütte (Landkreis Osnabrück) geboren und aufgewachsen. Er studierte Politikwissenschaften und Soziologie in Osnabrück. Nach seinem Volontariat bei der NORDSEE-ZEITUNG ist er seit 2017 Online-Redakteur für nord24.