Trotz Schutzzaun: Wolf reißt bei Beverstedt fünf tragende Schafe und vier Lämmer

Als Schäfer Heino Runge seine Heidschnucken-Herde am Wollingster See aufsucht, bietet sich ihm ein Bild des Grauens: Fünf trächtige Muttertiere und vier Lämmer sind tot. „Dass es sich um einen Wolfs-Angriff handelt, ist sehr wahrscheinlich“, sagt Wolfsberater Hermann Kück, der am Ort des Geschehens DNA-Proben entnommen hat.  

Zaun mit Stacheldraht hält die Wölfe nicht ab

„Ich hätte niemals gedacht, dass es ein Wolf über diesen Zaun schafft“, betont Heino Runge. Schließlich sei der Zaun über 1 Meter hoch und mit Stacheldraht versehen. Dennoch gelangte der Wolf oder die Wölfe zur Herde und rissen die neun Schafe. Zwei der Lämmer wurden erst am Mittwoch geboren.

Fünf Tiere überlegen den Wolfs-Angriff

Der Bock und vier Muttertiere haben den Angriff überlebt. Heino Runge hat sich von der Weide geholt. „Sie bleiben jetzt bei mir zu Hause und schlafen in der Nacht im Stall“, erzählt er.

Minister kommt ins Cuxland

Die Vorfälle der jüngsten Vergangenheit dürften den Besuch des niedersächsischen Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) am Freitag, 21. April, prägen. Der Minister ist von Schafhaltern, Landwirten und Jägern der Region für seine Linie bei der Rückkehr des Wolfes zum Teil deutlich kritisiert worden.