Zahl der Flüchtlinge im Cuxland rückläufig

Die Frühstückstische in der Notunterkunft Altenwalde sind so gut wie leer. Nur noch knapp 120 Flüchtlinge leben dort, wo sich zum Jahresende noch mehr als 400 Menschen aus fernen Ländern drängten. Welche Auswirkungen das für den Landkreis hat und wie dieser versucht, Asylbewerber in Arbeit zu bringen, erläutert Sozialdezernent Friedhelm Ottens im Interview mit Andreas Schoener.

Entlastung für den Landkreis

Derzeit ist die Zahl der Flüchtlinge im Cuxland rückläufig. Friedhelm Ottens schätzt, dass sich die Zahl der Asylbewerber von derzeit 3200 monatlich um 100 reduzieren könnte. Diese Entlastung verschaffe dem Landkreis eine kleine Atempause, wodurch die Mitarbeiter mehr Zeit hätten, die jetzige Situation zu ordnen. Nun könne man sich darum kümmern, dass die Menschen Fuß fassen und Arbeit finden, so Ottens.

Ausbildung vor Job

Gemeinsam mit dem Jobcenter, der Agentur für Arbeit, mit der IHK, den Berufsschulen und den Kommunen hat der Landkreis ein Konzept entwickelt, das den Flüchtlingen einen Arbeitsplatz verschaffen soll. Die Maßnahmen variieren je nach dem Alter der Menschen. Grundsätzlich gelte aber, dass die Asylbewerber nur mit einer Ausbildung einen Job bekommen können, betont Ottens.

Landkreis reagiert auf die veränderte Situation

In der Erwartung, dass irgendwann wieder mehr Flüchtlinge kommen werden, haben der Landkreis und die Gemeinden Wohnungen angemietet. Die Pläne für das alte Schwesternwohnheim Karolinenhöhe in Bad Bederkesa haben sich geändert. Derzeit werden dort minderjährige unbegleitete Flüchtlinge untergebracht. Aufgrund der sinkenden Zahlen muss das Wohnheim jedoch nicht umgebaut werden.

Andreas Schoener

Andreas Schoener

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Andreas Schoener arbeitet seit Oktober 2008 in der Landkreis-Redaktion der NORDSEE-ZEITUNG. Dort ist er stellvertretender Leiter und zuständig für die Berichterstattung aus und über die Stadt Geestland.