Bremerhavener Gerrit Holtmann will nicht für die Philippinen spielen

Ein waschechter Bremerhavener als Fußball-Nationalspieler? Diese Tür hat sich jetzt für Gerrit Holtmann geöffnet. Der Fußballverband der Philippinen baggert kräftig an dem 23-jährigen Profi vom FSV Mainz 05, um ihn ins philippinische Nationaltrikot zu bekommen.

Intensives Werben

„Ja, es stimmt. Der Verband der Philippinen bemüht sich intensiv darum, mich für seine Nationalmannschaft zu gewinnen“, bestätigt Holtmann im Gespräch mit nord24 einen Medienbericht. Hintergrund ist, dass Holtmann eine philippinische Mutter hat. Doch er winkt ab: „Das ist kein Thema für mich. Mein Fokus liegt ganz klar auf Mainz 05.“ Vertreter des Verbandes waren extra nach Mainz gereist, um den 23-Jährigen für die Qualifikationsspiele zum Asien-Cup zu gewinnen.

Keine doppelte Staatsbürgerschaft

Vergeblich, zumal Holtmann, anders als in dem Bericht beschrieben, gar keine doppelte Staatsbürgerschaft besitzt. „Allerdings hätte man mich sofort mit einem Pass ausgestattet, wenn ich zugesagt hätte“, sagt Holtmann und verrät: „Die Philippinen versuchen schon seit mehr als einem Jahr, mich für das Nationalteam zu begeistern.“

Hoffen auf Startelf-Einsatz

Aktuell bereitet sich der 23-Jährige auf das anstehende DFB-Pokalspiel seiner Mainzer bei Erzgebirge Aue vor. „Ich bin insgesamt ganz zufrieden mit der bisherigen Saisonvorbereitung“, sagt er und hofft, dass er am Sonnabend in Aue in der Startelf steht.

Marcus Kretzner

Marcus Kretzner

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Hat 1992 bei der NORDSEE-ZEITUNG seine Ausbildung zum Schriftsetzer begonnen und ist bis heute an Bord der NZ – nach Abschluss eines Volontariats mittlerweile als Redakteur und Producer.