Werder-Sieg in letzter Minute

Mit einem Bilderbuch-Freistoß in der Nachspielzeit hat Milot Rashica Werder Bremen noch einen glücklichen 2:1 (1:0)-Sieg bei Eintracht Frankfurt beschert und den Hessen das Comeback von Nationaltorwart Kevin Trapp verdorben.

Rashica schockt Frankfurter

Vor 50 000 Zuschauern hatte der Pokalsieger in dem Bundesligaspiel am Sonnabend in einem Kraftakt nach einen 0:1-Rückstand durch Yuya Osaka (23. Minute) trotz eines Platzverweises für Jetro Willems (32.) noch durch Sébastian Haller (54./Foulelfmeter) ausgleichen können. Dann schockte Rashica die Frankfurter mit seinem Treffer in der sechsten Minute der Nachspielzeit.

Tor wird mithilfe des Videoassistenten gegeben

Für die Hessen ist es nach dem Sieg in Freiburg ein unglücklicher Rückschlag. Den Bremern hingegen gelang im neunten Gastspiel endlich der erste Sieg in Frankfurt.  Ein Kopfball von Max Kruse (17.) konnte Trapp noch problemlos abfangen, doch sechs Minuten später war er bei dem Flachschuss des völlig frei stehenden Osako zum 1:0 für Bremen machtlos. Das Tor wurde aber erst mit Hilfe des Videoassistenten gegeben, der eine zunächst falsch erkannte Abseitsposition des Japaners annullierte.

Rote Karte für Willems

Der nächste Schlag für die Eintracht folgte schnell. Nach einem Gerangel an der Seitenlinie schlug Jetro Willems (32.) Werder-Verteidiger Theodor Gebre Selassie mit der Hand ins Gesicht und musste mit Roter Karte den Platz verlassen.

Pavlenka verletzt sich am Kopf

Mit nur zehn Mann eine Stunde lang weiterspielen zu müssen, erwies sich nicht als Handicap. Nach der Pause übernahmen die Hessen sogar die Initiative und bekamen in der 49. Minute einen Foulelfmeter zugesprochen: Der Bremer Torwart Jiri Pavlenka hatte Mijat Gacinovic ungestüm von den Beinen geholt. Dabei wurde der Schlussmann am Kopf verletzt und musste durch Luca Plogmann ersetzt werden. Der Ersatzkeeper war gegen den Strafstoß von Haller zum 1:1 machtlos.

Brillant geschossener Freistoß

Danach entwickelte sich weiter ein munteres Spiel. Brenzlig wurde es in der 77. Minute vor dem Eintracht-Tor, als Gebre Selassie einen Flanke von Kruse nahm und Frankfurts Kapitän David Abrahams nur per Kopf auf der Linie klären konnte. Keine Chance hatte Trapp beim brillant geschossenen Freistoß aus 18 Metern durch den eingewechselten Rashica.