Google: Milliarden für die Menschheit

Die Suchmaschine von Google kennt jeder. Doch das 1998 gegründete Unternehmen ist längst darüber hinausgewachsen. Neben YouTube oder Android arbeiten die 50 000 Mitarbeiter an etwas viel Größerem. Was Google wirklich will, hat der Google-Experte und Spiegel-Korrespondent Thomas Schulz im Gespräch mit Nord24 erläutert.

Schulz betont, dass sich Google von seinem Ursprüngen entferne und sich zu einem breit aufgestellten Technologie-Konzern umwandle. „Das reicht vom selbstfahrenden Auto bis zur Krebsforschung. Mit der Suchmaschine hat das alles nicht mehr viel zu tun“, so Schulz. Insbesondere die Auto-Ambitionen von Google könnten auch für die deutsche Autoindustrie zur Gefahr werden. „Ich bin mit dem Google-Auto mehrfach zuletzt auch im Stadtverkehr mitgefahren, und es ist verblüffend, wie gut das funktioniert. Wenn man da drin sitzt, fühlt es sich nicht wie ein Roboter an, der da durch die Gegend fährt.“ Im Moment sei Google zwar noch technisch voraus. „Aber die deutsche Autoindustrie hat meiner Meinung nach so viel Erfahrung und so viele Ressourcen, dass sie auf lange Sicht das Rennen gewinnen wird.“

Google wird auch in der Arbeitswelt zum Vorbild

Auch in der Arbeitswelt habe Google altbekannte Muster über den Haufen geworden. Mehr Freiheiten sollen für mehr Kreativität bei den Arbeitnehmern sorgen. „Google weiß, dass man für technische Forschung eine passende Umgebung schaffen muss und keine klassische Konzernstruktur braucht. Deshalb gibt es hier kostenlos Sushi und Volleyballfelder“, so Schulz. Das habe auch andere Unternehmen bewogen, das Konzept nachzuahmen. „Ständig kommen Besuchsgruppen von anderen Firmen auf den Google-Campus.“