Darum geht Werder-Trainer Kohfeldt gelassen in die Sommerpause

In der Seefahrt ist es so: Wenn das Schiff sinkt, geht der Kapitän als Letzter von Bord. Bei Werder Bremen verhält es sich zum Glück komplett anders.

Angeblich geht kein weiterer Leistungsträger

Der Klub ist kein Schiff, und sein Kapitän geht auch nicht als Letzter, sondern als Erster. Offenbar auch als Einziger. Für Werder-Trainer Florian Kohfeldt steht jedenfalls schon fest, dass nach Max Kruse kein weiterer Leistungsträger in diesem Sommer das Weite suchen wird.

Der Coach ist voller Überzeugung

„Ich bin sehr, sehr froh, dass das Gros der Mannschaft zusammenbleibt“, sagte Kohfeldt nach dem Saisonabschluss gegen RB Leipzig (2:1) und verkündete völlig überzeugt: „Außer Max, da bin ich mir sehr, sehr sicher, wird uns kein Stammspieler verlassen.“

Kohfeldt stützt sich auf Gespräche

Das werden die Fans gerne hören. Bei den Eggestein-Brüdern kann sich der Klub ob frischer Verträge für beide tatsächlich auf die Treue verlassen. Aber gilt das auch bei Spielern wie Milot Rashica und Jiri Pavlenka oder Davy Klaassen und Ludwig Augustinsson? Ja, meinte Kohfeldt und stützte sich dabei „auf meine Gespräche mit den Jungs, aber auch auf die Vertragslage“.

Klaassen denkt nicht an einen Wechsel

Die ist in beinahe allen Fällen komfortabel für Werder. Mit Keeper Pavlenka, der sich mit zwei starken Bundesliga-Spielzeiten gewiss in den Fokus vieler anderer Vereine gespielt hat, wurde der Vertrag erst im vergangenen Sommer verlängert. Das Gleiche bei Augustinsson. Klaassen ist erst ein Jahr bei Werder und hat bereits erklärt, nicht an einen Wechsel zu denken.

Neuer Vertrag für Rashica?

Auch Milot Rashica hat diese Haltung via Berater Altin Lala bekräftigt. Bei ihm ist es aber noch am ehesten denkbar, dass ein Top-Angebot ins Haus flattert. Möglich, dass Werder sich darauf vorbereitet, indem auch der in der abgelaufenen Saison enorm verbesserte Stürmer in Kürze einen neuen Vertrag zu verbesserten Bezügen erhält.

Kohfeldt geht gelassen in die Sommerpause

Aber auch ohne diese Absicherung hat der Klub mittels laufendem Kontrakt den Daumen drauf. Entsprechend entspannt geht Kohfeldt in die Sommerpause: „Es wird kein Spieler den Verein verlassen, den wir nicht gehen lassen wollen.“

von Carsten Sander, deichstube.de