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Florian Grillitsch glänzt als Sechser

Es gibt Momente im Spiel, in denen muss Florian Grillitsch den Anker werfen. Dann, wenn es ihn juckt, doch mit nach vorne zu gehen. „Manchmal habe ich noch den Drang“, sagt er. Doch er bremst sich dann, weil es mittlerweile von ihm verlangt wird.

Im System des neuen Werder-Trainer Alexander Nouri nimmt Grillitsch die Position des einzigen Sechsers ein – das ist etwas, was ihm grundsätzlich nicht fremd ist. Aber früher gab es für ihn noch mehr Freiheiten, Vorstöße waren gewollt. Jetzt soll er sie nur noch sehr dosiert einsetzen, „einen Tick defensiver“ spielen, wie er es sagt. Ob das ein Problem ist für den 21-Jährigen? Nein, sagt er allem Offensivgeist zum Trotz: „Mir gefällt’s auch so.“

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Coach Alexander Nouri lobt das Spiel von Florian Grillitsch

Nouri sowieso. Hochzufrieden war der Coach nach dem 2:1-Sieg über Bayer Leverkusen mit seinem Sechser: „Ich fand das Spiel auch strategisch-taktisch von ihm sehr gut. Er hat die Vorgaben prima umgesetzt.“ Die welche waren? Nouri: „Wir hatten ihm zum Beispiel mitgegeben, dass er immer Anschluss zu den Innenverteidigern halten sollte, dass er den Raum zwischen Innen- und Außenverteidiger schließen sollte, wenn der Außenverteidiger auf dem Flügel verteidigt. Das hat er oft sehr gut gemacht.“

Werder-Profi sieht sich selbst wieder in der Spur

Im bisherigen Verlauf der Saison war es noch nicht oft vorgekommen, dass Grillitschs Leistungen positiv hervorgehoben wurden. Sein Saisonstart war miserabel, der Grund dafür sei die wegen einer Oberschenkelverletzung empfindlich gestörte Vorbereitung gewesen. „Ich war zunächst nicht auf dem körperlichen Level, auf dem ein Bundesliga-Spieler sein sollte“, sagt er: „Aber das ist schon Wochen her. Jetzt bin ich wieder in der Spur.“ (csa/kni)

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