Nouri wechselt im Nordderby den Sieg ein

Werder Bremen hat das 106. Nordderby der Fußball-Bundesliga gewonnen. Die Grün-Weißen setzten sich vor 42100 Zuschauern im Weserstadion mit 2:1 gegen den Hamburger SV durch. Der Sieg ging aufgrund einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit in Ordnung.

Kruse vergibt dicke Chance für Werder

Der Uhrzeiger hatte in diesem Nordderby noch keine Umdrehung geschafft, da hätte Werder bereits mit 1:0 in Führung gehen können. Nach schöner Vorarbeit von Fin Bartels tauchte Max Kruse frei vor dem HSV-Tor auf, doch der gebürtige Hamburger scheiterte an Christian Mathenia.

Gregoritsch köpft erstes Tor im Nordderby

Die Gäste machten es besser. Der HSV ging mit der ersten Torchance in Führung. Der Ex-Bremer Aaron Hunt, der bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen wurde, schlug die Flanke zu Michael Gregoritschs 1:0 (6.). Gegen den Kopfball des Österreichers war Felix Wiedwald chancenlos.

Werder schafft kurz vor der Pause das 1:1

Werder mühte sich um den Ausgleich, hatte aber zunächst Pech. Zlatko Junuzovics 20-Meter-Freistoß klatschte in der 21. Minute an den linken Pfosten. Kurz vor der Halbzeit war es dann aber soweit. Kruse traf nach Vorarbeit von Bartels und Santiago Garcia zum 1:1 (41.). Das war unter dem Strich ein gerechtes Halbzeitresultat.

Werder fehlt oft die Präzision

Das Nordderby war auch im zweiten Durchgang nicht hochklassig, aber stets spannend. Werder-Coach Alexander Nouri brachte nach einer Stunde Spielzeit Florian Kainz ins Spiel, um die Offensive zu beleben. Oft fehlte aber bei den Grün-Weißen die Präzision beim letzten Pass.

Eingewechselter Kainz trifft zum 2:1

Eine Viertelstunde vor Schluss wurde Werder für das mutigere Offensivspiel belohnt. Nach Traumpass von Kruse war es Kainz, der das 2:1 erzielte. Der HSV war in der zweiten Halbzeit zu passiv, um das Nordderby zu gewinnen. Die Werder-Fans jubelten im Weserstadion: „Die Nummer eins im Norden sind wir.“

Dietmar Rose

Dietmar Rose

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Dietmar Rose ist Sportredakteur bei der Nordsee-Zeitung mit den Schwerpunkten Fußball, Basketball und Tennis. Der gebürtige Münsteraner kam 1997 nach seinem Studium nach Bremerhaven.