Nordenham: Hebammen fordern städtische Praxis

Die Klinik in Nordenham will die Geburtshilfe schließen. Für Frauen wird es dadurch deutlich umständlicher, ein Kind zu gebären. Erschwerend kommt hinzu, dass es in der nördlichen Wesermarsch kaum noch freiberufliche Hebammen gibt.

„Es gibt noch vier Hebammen“

Heike Stefanoff, die eine der verbliebenen Geburtshelferinnen ist, sieht nur eine Chance, das Problem in den Griff zu bekommen. Die Stadt müsse eine Hebammen-Praxis eröffnen, sagt sie. Aktuell gebe es in Butjadingen und Nordenham nur noch vier freiberufliche Hebammen.

Stadt könnte Hebammen anstellen

Die Stadt müsse Räumlichkeiten anmieten, in denen die Hebammen dann täglich Sprechstunden anbieten. Im Idealfall, so Heike Stefanoff, würden die Frauen dort als städtische Angestellte arbeiten. Es wäre allerdings auch möglich, dass die Stadt die Geburtshelferinnen bei ihrer freiberuflichen Arbeit finanziell unterstützt, sagt sie.

Klinik-Praxis keine Alternative

Diese Hebammen-Praxis wäre dann eine feste, zuverlässig funktionierende Anlaufstelle für schwangere Frauen und junge Mütter. In der Klinik eine Hebammenpraxis zu eröffnen, sei keine Alternative, so Heike Stefanoff. Ein Grund hierfür sei, dass die Freiberuflerinnen dort das volle wirtschaftliche Risiko selbst tragen müssten.

Wegen der drohenden Schließung der Geburtshilfe hat sich eine Elterninitiative gegründet. Was sie vorhat, lest Ihr am Donnerstag in der KREISZEITUNG WESERMARSCH.

 

Timo Kühnemuth

Timo Kühnemuth

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Timo Kühnemuth ist gebürtiger Ostfriese und hat in Oldenburg Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaften studiert. Danach absolvierte er bei der Kreiszeitung Wesermarsch sein Volontariat. Von 2006 bis 2010 arbeitete er als Redakteur bei Zeitungen in Buxtehude und Delmenhorst. Seit April 2010 ist er wieder für die Kreiszeitung Wesermarsch im Einsatz.