Rodenkircher Markt: Nachtschwärmer feiern an allen Tagen eine Stunde weniger

Der Rodenkircher Markt wird kürzer – zumindest für Nachtschwärmer. Denn die Gemeinde Stadland als Veranstalterin des größten und ältesten Heimatfestes in der Wesermarsch hat die Sperrzeiten für die beiden Marktplätze um jeweils eine Stunde vorgezogen. „Auf Anraten der Polizei“, wie Marktmeister Hannes Miek und Bürgermeister Klaus Rübesamen während einer Sitzung des Marktausschusses mitteilten.

Geschäfte schließen um 4 Uhr

Die Sperrzeit von Sonnabend auf Sonntag, von Sonntag auf Montag und von Montag auf Dienstag war in der Vergangenheit einheitlich auf 5 Uhr festgelegt worden. Ab diesem Jahr kann am Sonntagmorgen nur noch bis 4 Uhr gefeiert werden. Dann müssen alle Geschäfte schließen. In der Nacht zum Montag und zum Dienstag ist die Sperrzeit auf 3 Uhr angesetzt worden. Am Dienstagabend ist nach dem Feuerwerk um 23 statt bisher 24 Uhr Schluss.

Gewalttätigkeiten nehmen zu

Hannes Miek und Klaus Rübesamen betonten, die Polizei habe festgestellt, dass es während des Marktes etwa ab 3 Uhr morgens verstärkt zu Gewalttätigkeiten und Randalen komme. Meistens durch betrunkene Marktbesucher. Durch die frühere Schließung des Marktbetriebes hoffe man, dass solche Ereignisse künftig weniger auftreten.

Telefonliste verteilt

In diesem Zusammenhang lobte Marlies Cattelmann, Sprecherin der Schausteller des Marktes, die Gemeinde Stadland, weil die im vergangenen Jahr an alle Beschicker erstmals eine Liste mit den wichtigsten Telefonnummern verteilt habe. So könnten die Schausteller sofort reagieren, wenn sich Marktbesucher bei ihrem Bummel verletzen oder wenn es Schlägereien geben sollte.

Bereits um Mitternacht

Im Vergleich zu anderen Märkten kann in Rodenkirchen aber immer noch am längsten gefeiert werden. Andere Veranstalter lassen die Buden nicht selten bereits um Mitternacht schließen.