Steelwind in Nordenham freut sich über neuen Großauftrag

Während anderenorts die Windkraftindustrie in einer schweren Krise steckt, hat Steelwind in Nordenham-Blexen bislang alle Klippen umschiffen können. Ein neuer Großauftrag sichert Arbeit bis Juli 2018.

Die Kaje steht voll

Wer mit der Weserfähre am Gelände von Steelwind vorbeischippert, blickt auf eine voll gestellte Kaje: Monopiles, Transition-Pieces und Plattformen lagern dort, bereit für die Verladung. Sie sind bestimmt für den Windpark Borkum Riffgrund 2. Steelwind hat die Monopiles und erstmals auch die Transition-Pieces für einen großen Windpark gebaut. „Wir entwickeln uns wie geplant“, sagt Geschäftsführer Dr. Ralf Hubo erfreut. Und einen neuen Großauftrag hat Steelwind auch an Land gezogen.

Zwei große Aufträge abgearbeitet

Derzeit ist Steelwind in der Endphase der Abwicklung zweier großer Projekte. Die Blexer Stahlbauer haben je 36 Monopiles und Transition-Pieces für den Offshore-Windpark Borkum Riffgrund 2 gebaut. Außerdem haben sie 20 Transition-Pieces für den englischen Offshore-Windpark  Hornsea One gefertigt. Transition-Pieces sind die Verbindungsstücke zwischen Fundament (Monopile) und Turm einer Windkraftanlage.

Größter Windpark der Welt

Der Windpark Hornsea entsteht in vier Teilgebieten vor der Ostküste Mittelenglands in der Nordsee. Hornsea One, also der erste Abschnitt, wird der weltweit größte Windpark und der erste mit einer Leistung von mehr als einem Gigawatt. Hornsea wird ausgelegt auf eine Leistung von 1200 Megawatt. Das entspricht in etwa der Leistung, die das Kernkraftwerk Unterweser hatte. Für Hornsea One sind 174 Windkraftanlagen geplant.

Arbeit bis Sommer

Den neuen Großautrag konnte Steelwind kurz vor Weihnachten an Land ziehen. Steelwind baut 32 Monopiles für einen Windpark, der in deutschen Gewässern entsteht. Welcher das ist, will Steelwind derzeit noch nicht mitteilen. Mit dem Auftrag ist Steelwind bis Juli 2018 ausgelastet.