Bürger werden nicht über Zukunft der Zevener Klinik befragt

Der Landkreis Rotenburg wird keine Bürger über die Zukunft des Zevener Martin-Luther-Krankenhauses (MLK) befragen. Die Kompetenz liegt beim Kreistag, so die Begründung.

Es geht um ein Meinungsbild

Die Linke hatte Mittwoch eine Einwohnerbefragung beantragt, um ein Meinungsbild einzuholen. Der Kreistag lehnte dies mit großer Mehrheit ab. Das Anliegen sei sympathisch aber nicht zielführend, hieß es.

Ein sehr komplexes Thema

Es geht um ein sehr komplexes Thema, mit dem sich außerhalb Zevens kaum ein Bürger detailliert auseinandersetzen wird, so die Befürchtung. Mit einem einfachen Ja oder Nein aber sei es nicht getan.

Es fehlt an Ärzten und Geld

Die Grundprobleme blieben ungelöst. Wer als Bürger für den Erhalt des MLK stimmt, hat damit noch keine Ärzte und kein Geld nach Zeven geholt. Genau daran aber hapert es. Ein Nein wiederum beinhaltet kein alternatives Konzept für eine medizinische Versorgung rund um Zeven. Ein solches aber will der Landkreis bis zur für das Jahresende vorgesehenen Schließung der Klinik auf den Weg bringen.

Entscheidung fällt am 11. April

Die Kreispolitiker haben sich seit Jahren intensiv mit dem Thema beschäftigt. Daher sind sie nach Auffassung des Kreistags auch in der Lage eine Entscheidung zu fällen. Am 11. April soll dies geschehen.