Carsharing unter Strom: Tarmstedt findet Vorbild in 1000-Seelen-Dorf

Seit zweieinhalb Jahren gibt es Carsharing mit Elektroautos in der Samtgemeinde Tarmstedt. Dabei handelt es sich um eine private Initiative. Jetzt steht eine Neu-Organisation zur Debatte. Vorbild könnte ein Dorf in der Nähe von Flensburg sein. 

Zwei Elektroautos für knapp 1000 Einwohner

Keine 1000 Menschen leben in Klixbüll in Schleswig-Holstein. Aber das Dorf hat etwas, das ihm viel Aufmerksamkeit verschafft: zwei Elektroautos, die beinahe jeder nutzen kann. Gebucht werden sie per Internet-Portal oder App. Die Akkus füllt Strom aus den vielen Windrädern der Region.

So funktioniert das Carsharing in Klixbüll

Wie das System funktioniert, erläutert Werner Schweizer bei einem Besuch im Tarmstedter Rathaus. Klixbülls Bürgermeister kommt am Donnerstag, 8. Februar, um 19.30 Uhr zu einem öffentlichen Infoabend. Eingeladen hat ihn die Samtgemeinde Tarmstedt. Die will wissen, ob sich das Klixbüller Modell übertragen lässt. Dort ist ein Verein federführend.

In Tarmstedt könnte die Resonanz noch besser sein

Das E-Carsharing-Forum Tarmstedt hat durchaus Interesse an einer neuen Organisation. Die Mitglieder stellen ihre Elektroautos jedermann zur Verfügung. Doch die Resonanz könnte besser sein. Mancher Interessent schreckt davor zurück, einen Fremden zuhause anzurufen und um ein Auto zu bitten.

Carsharing statt neuer Buslinien

Zudem wollen die E-Autobesitzer sich nicht ewig den organisatorischen Aufwand ans Bein binden. Ihnen sei es darum gegangen, einen Anstoß zu geben, sagt Traugott Riedesel. Er verleiht sogar zwei „Stromer“. Und er ist überzeugt: „Autos zu teilen, hat auf dem Land mehr Zukunft als eine neue Buslinie einzurichten.“