Der Abgesang auf das Zevener Krankenhaus

Das Zevener Martin-Luther-Krankenhaus (MLK) soll Ende des Jahres geschlossen werden. An dessen Stelle soll ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) treten. Mit diesem Plan traten heute Landrat Hermann Luttmann und Ostemed-Geschäftsführer Siegried Ristau vor die Presse.

„Weiterbetrieb des MLK ist nicht vertretbar“

Allen Bemühungen der wenigen Kämpfer für den Erhalt des MLK zum Trotz wollen der Landrat und die Geschäftsführer der Ostemed das Zevener Krankenhaus aufgeben. „Dessen Weiterbetrieb ist nicht mehr vertretbar“, unterstrich Luttmann während der Pressekonferenz.

Alle 80 Betten werden aus Zeven abgezogen

Das von Siegried Ristau präsentierte Konzept ist in den vergangenen Monaten mit der Landesregierung und den Krankenkassen abgestimmt worden. Es sieht den vollständigen Abbau der noch 80 Klinikbetten in Zeven vor. 60 dieser Betten werden dem Bremervörder Krankenhaus zugeschlagen. 20 Betten entfallen. Die rund 160 Mitarbeiter des MLK sollen in Bremervörde oder den Elbe-Kliniken einen Arbeitsplatz bekommen.

Gesundheitszentrum mit Hausarzt und Chirurg

In Zeven soll ein Gesundheitszentrum mit hausärztlicher und chirurgischer Behandlung eingerichtet werden. Ziel ist es, den kassenärztlichen Notdienst mittwoch- und freitagnachmittags sowie an den Wochenenden am MVZ zu zentralisieren. Die niedergelassenen Ärzte müssen dabei mitspielen.

Die erforderlichen Beschlüsse kann der Kreistag am 11. April fassen, wenn er der Schließung des MLK zum 31. Dezember zustimmt.